Coronavirus

Gewerkschaft warnt: Angestellte in Skigebieten könnten in Rekordzeit auf der Strasse stehen

Bleiben die Berghütten in den Skigebieten leer, könnte das auch für die Angestellten gravierende Folgen haben. (Symbolbild)

Bleiben die Berghütten in den Skigebieten leer, könnte das auch für die Angestellten gravierende Folgen haben. (Symbolbild)

Die Skigebiete stehen wegen der Coronakrise vor einer schwierigen Wintersaison. Sollten die Gäste ausbleiben, fürchtet die Gewerkschaft Syna viele Entlassungen – auch weil die Arbeitgeber Risiken abwälzen.

(rwa) Mit dem ersten Schneefall in den Bergen ist auch die neue Wintersaison nicht mehr weit. Noch ist jedoch unklar, welche Coronaregeln in den verschiedenen Skigebieten gelten. Diese Unsicherheiten würden Arbeitgeber nun direkt auf ihre Mitarbeitenden überwälzen, warnte die Gewerkschaft Syna in einer Mitteilung vom Donnerstag. Demnach werden bei Saisonverträgen für diese Wintersaison dreimonatige Probezeiten vereinbart – «für eine Saison, die gerade mal vier Monate dauert», kritisiert die Syna.

Aus Sicht der Gewerkschaft sind die Folgen gravierend. In der Probezeit könne das Arbeitsverhältnis innerhalb von sieben Tagen aufgelöst werden. «Sehen sich Betriebe vor geringerem Gästeaufkommen oder gar vor einer Schliessung, kann das Personal innert Wochenfrist auf die Strasse gestellt werden», schlussfolgert die Syna. Zudem würden die Verträge meist ohne Angaben eines Arbeitspensums abgeschlossen. Diese Vereinbarung erfolge mündlich. Die Folge aus Sicht der Syna: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind von stark schwankendem Einkommen betroffen.

Die Gewerkschaft fordert Politik und Behörden auf, jetzt rasch zu handeln: Die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe müsse gestoppt werden. Für die kommende Wintersaison gelte es, ein sicheres wirtschaftliches Umfeld zu schaffen.

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