Schweiz

Gesellschaft für Intensivmedizin ist für die Verschiebung nicht dringender Eingriffe

Durch die Verschiebung nicht dringender Eingriffe sollen laut der SGI Kapazitäten für Covid-Patienten geschaffen werden.

Durch die Verschiebung nicht dringender Eingriffe sollen laut der SGI Kapazitäten für Covid-Patienten geschaffen werden.

Steigt die Auslastung der Intensivstationen wie im Frühling an, sollen medizinisch nicht-dringende Eingriffe verschoben werden. Dafür spricht sich die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) aus.

(agl) Die intensivmedizinischen Kapazitäten der Schweizer Spitäler seien derzeit ausreichend, schreibt die SGI in einer Stellungnahme vom Donnerstag. Der künftige Bedarf hänge nun vom weiteren Verlauf der Pandemie ab und liesse sich nur sehr schwer voraussagen. Laut der SGI ist es jedoch wichtig, dass sich Fachärztinnen und Pflegefachpersonen für Intensivmedizin auf die Behandlung kritisch kranker Patientinnen und Patienten konzentrieren können.

Die SGI erachtet es deshalb als sinnvoll, dass bei einer starken Auslastung der Intensivstationen wie in der ersten Coronawelle nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Behandlungen verschoben werden. Für diejenigen Patientinnen und Patienten, die intensivmedizinische Betreuung benötigen, sollen so zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, stehen auf den 82 SGI-zertifizierten Intensivstationen in der Schweiz aktuell zwischen 950 und 1000 Betten zur Verfügung, 850 davon sind für erwachsene Patientinnen ausgerichtet. Die Zahl könne an verschiedenen Stationen noch aufgestockt werden. Zu den Betten auf den Intensivstationen kämen noch weitere 400 bis 450 Betten auf Intermediate Care Units.

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