Klimademo

«Gemeinsam unterwegs fürs Klima»: Bundesrätin Simonetta Sommaruga mischt sich unter Demonstranten

Bundesrätliche Unterstützung für die Klimajugend: Umweltministerin Simonetta Sommaruga marschierte am Samstag an der Kundgebung in Bern mit. Bild: Twitter

Bundesrätliche Unterstützung für die Klimajugend: Umweltministerin Simonetta Sommaruga marschierte am Samstag an der Kundgebung in Bern mit. Bild: Twitter

Gemäss den Organisatoren liefen am Samstag 100 000 Personen mit an der Kundgebung für das Klima. Unter die Demonstranten mischte sich auch Umweltministerin Simonetta Sommaruga. Das kommt nicht überall gut an.

100 000 Personen sind am Samstag in Bern wegen des Klimas auf die Strasse gegangen: So lautet die Schätzung der Organisatoren der nationalen Kundgebung für ein «Klima des Wandels». Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Klimaallianz, ein Bündnis von 80 Organisationen.

Geprägt wurde der friedliche Demonstrationszug von der Klimajugend, doch nahmen Menschen jedes Alters und viele Familien teil. Tausende führten selbstbemalte Kartonschilder mit sich, auf denen sie zum Handeln gegen den Klimawandel aufriefen.

Kontroverse Debatte nach bundesrätlichem Tweet

Support erhielten die Demonstranten von höchster politischer Ebene: SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga marschierte mit und verbreitet danach via Twitter Bilder von sich.

Damit löste sie eine kontroverse Debatte aus. Zahlreiche Twitterer begrüssten das Engagement. Doch es gab durchaus auch kritische Stimmen, dass sich die Umweltministerin mit einem Anliegen der ausserparlamentarischen Opposition solidarisierte. Proteste würden der Bevölkerung als Mittel dienen, der Politik ein Anliegen mitzuteilen, das bisher noch nicht als solches anerkannt worden sei, meinte eine Twitterin. Wenn Bundesräte einem Protest beiwohnten, würden sie diesem alle Wirkung nehmen.

Der Bundesrat hat derweil neue klimapolitische Ziele formuliert. Bis 2050 strebt er eine klimaneutrale Schweiz an, wie Sommaruga neulich bekannt gab. Netto null beim CO2-Ausstoss lautet die Zauberformel. Bis anhin wollte der Bundesrat diesen bis 2050 gegenüber 1990 um 70 bis 85 Prozent reduzieren.

Der Klima-Allianz geht dies indes zu langsam. Die ihr angeschlossenen Organisationen fordern eine konsequente Klimapolitik mit einem Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas - auch bei Investitionen des Schweizer Finanzplatzes.

Verwandte Themen:

Autor

Kari Kälin

Meistgesehen

Artboard 1