«Für wen würden Sie jubeln, wenn die Schweiz gegen Ihr anderes Land im Final spielen würde?»

Diese Frage haben wir fünf Doppel- und einen Dreifachbürger gestellt, die als Parlamentarier im Bundeshaus politisieren.

Jacques Neyrinck (CVP) - Belgien, Frankreich

«Fussball? Das interessiert mich etwa gleich fest wie das Sammeln von Briefmarken - also gar nicht. Ich habe noch nie ein Spiel in ganzer Länge geschaut und kenne nicht mal die Regeln. Da ist mir Tennis viel lieber. Ein einziges Mal habe ich selbst Fussball gespielt und nach fünf Minuten den Ball im eigenen Tor versenkt. Ab dann hat man mich nicht mehr aufgestellt.»

Cédric Wermuth (SP) - Italien

«Mein Vater ist Italiener, ich bin aber hier geboren und emotional viel mehr mit der Schweiz verbunden. Darum ist auch klar, für wen ich bei einem direkten Aufeinandertreffen an der WM in Brasilien jubeln würde. Für mich als grossen Fussballfan war Italien aber immer meine zweite Wahl - was habe ich nur gelitten, als Roberto Baggio im WM-Final 1994 den Penalty über die Latte schoss.»

Aline Trede (Grüne) - Deutschland

«Als Tochter eines Deutschen schlägt mein Herz in erster Linie für Schweinsteiger, Reus und Co. Bis sie jeweils aus dem Turnier ausscheidet, unterstütze ich aber natürlich auch die Schweiz.»

Rebecca Ruiz (SP) - Spanien

«Eine passionierte Zuschauerin bin ich nicht. Aber bei grossen Turnieren packt mich schon das Fussballfieber und ich schaue die Spiele mit Freunden - Hauptsache, es gewinnt die Schweiz oder Spanien.»

Olivier Français (FDP) - Frankreich

«Bis ich 21 war, lebte ich in Frankreich. Dennoch unterstütze ich im Fussball heute die Schweiz - ich musste bei der Einbürgerung schliesslich auch den französischen Pass abgeben.»

Cesla Amarelle (SP) - Uruguay

«Wenn man in Uruguay geboren wird, muss man zwei Dingen huldigen: dem Katholizismus und dem Fussball. Mich beunruhigen die Korruption in der Fifa und die sozialen Unruhen in Brasilien.»

Die Trikots wurden freundlicherweise vom Sportshop Vaucher in Bern zur Verfügung gestellt.