Swisspass
Fertig Big Brother: SBB sammelt für Swisspass keine Daten mehr

Dass die SBB mit dem neuen Swisspass zumindest vorübergehend ein Bewegungsprofil erstellen können, sorgte bei vielen Reisenden für rote Köpfe. Nun hat die Bundesbahn mitgeteilt, keine Daten mehr zu sammeln.

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Auch wenn dieser Kondukteur hier lächelt: Der neue SwissPass sorgt bei vielen Zugbegleitern für rote Köpfe. Geht es nach der SBB, sollen die Kondukteure ihren Ärger für sich behalten.

Auch wenn dieser Kondukteur hier lächelt: Der neue SwissPass sorgt bei vielen Zugbegleitern für rote Köpfe. Geht es nach der SBB, sollen die Kondukteure ihren Ärger für sich behalten.

Keystone

Die SBB löscht die Kontrolldaten, die mit dem neuen SwissPass gesammelt werden. Sie kommt damit einer Aufforderung des Preisüberwachers nach, der die Aufbewahrung als unverhältnismässig und unnötig kritisiert hatte.

Der Betrieb der Kontrolldatenbank werde deshalb per Ende März eingestellt, teilten die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr am Montag mit. Die ÖV-Branche strebe nun klare Rechtsgrundlagen an, die "eine Weiterentwicklung von kundenfreundlichen Tarifsystemen ermöglichen".

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) ad interim, Jean-Philippe Walter, hatte sich den SwissPass genauer angeschaut, nachdem er viele Anfragen besorgter Bürger erhalten hatte. Befürchtet wurde etwa, dass aus den Kontrolldaten Bewegungsprofile erstellt werden könnten.

Der SwissPass war vor rund einem halben Jahr eingeführt worden. Seit dem 1. August gibt es für General- und Halbtaxabos statt des gewohnten blauen Kärtchens den roten SwissPass. Die Informationen zur Art des Abos und zum Ablaufdatum sind seither auf einem Chip gespeichert. (sda)

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