Coronavirus

Evakuierte Schweizer auf Luftwaffenbasis in Südfrankreich gelandet

Platz für Evakuierte aus dem Coronavirus-Gebiet in China: Frankreich richtete in einer Feuerwehrakademie in Aix-en-Provence bei Marseille Quarantäne-Unterkünfte ein.

Platz für Evakuierte aus dem Coronavirus-Gebiet in China: Frankreich richtete in einer Feuerwehrakademie in Aix-en-Provence bei Marseille Quarantäne-Unterkünfte ein.

Ein Flugzeug mit fünf Schweizer Evakuierten aus dem Coronavirus-Gebiet in China ist am Sonntag auf einer Luftwaffenbasis in Südfrankreich gelandet. Die Airbus-Maschine des Typs A380 setzte kurz vor 14.30 Uhr in Istres-Le Tubé bei Marseille auf.

An Bord des Jets der Fluggesellschaft Hi Fly Malta befanden sich fünf Schweizerinnen und Schweizer, die ihre Rückreise gemeinsam mit drei engen chinesischen Familienangehörigen antraten, wie das Schweizer Aussendepartement (EDA) mitteilte.

Ursprünglich hatten 14 Schweizer Staatsangehörige gegenüber der Schweizer Vertretung in Peking wegen einer Ausreise angefragt. Zehn von ihnen überlegten sich laut dem EDA konkret, das Ausreise-Angebot anzunehmen. In den Flieger stiegen schliesslich nur noch fünf Personen. Zwei entscheiden sich erst kurz vor Abflug, in der Provinz Hubei zu bleiben.

Neben den Schweizern waren Staatsbürger aus 29 weiteren Ländern an Bord, beispielsweise auch Franzosen, Belgier und Österreicher. Die Passagiere des Sonderflugs müssen den Behörden zufolge zwei Wochen unter Quarantäne bleiben, um Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auszuschliessen.

Hier wird das Notspital in Wuhan aus dem Boden gestampft

Hier wird das Notspital in Wuhan aus dem Boden gestampft

Am Montag soll das neu errichtete Notspital in der chinesischen Stadt Wuhan in Betrieb genommen werden. Das Spital wurde in der Rekordzeit von nur einer Woche in Schnellbauweise gebaut und bietet rund 1000 Betten für Coronavirus-Patienten.

Mit Masken im Flugzeug

Die Rückkehrer hatten vor dem Flug am Flughafen in Wuhan Gesundheitschecks absolvieren müssen. An Bord des Fliegers trugen sie Gesichtsmasken, das Personal zusätzlich Schutzanzüge, wie auf Videos zu sehen war, die Journalist Antoine Crouin auf Twitter veröffentlichte, der in Kontakt mit einer Passagierin stand.

Wohin die Schweizer nach der Landung genau gebracht werden, war zunächst unklar. Für die weiteren Abläufe und die medizinischen Massnahmen nach der Ankunft in Frankreich seien die französischen Behörden zuständig, teilte das EDA mit. Das Schweizer Generalkonsulat in Marseille stelle sicher, dass die Schweizer und deren Familienangehörige bei Bedarf weiter unterstützt werden.

Frankreich stellt für Evakuierte in einer Feuerwehrakademie mit rund 500 Studios Unterkünfte bereit. Der Ort liegt rund zehn Kilometer vom Zentrum von Aix-en-Provence entfernt. Gemäss einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP fanden sich bereits am Sonntagmorgen zahlreiche Sicherheitskräfte auf dem Gelände ein.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1