Abstimmung

Erste Trendumfrage zeigt: Noch lehnt die Mehrheit die Begrenzungsinitiative ab

Die SVP startete am 11. August ihren Abstimmungskampf zur Begrenzungsinitiative.

Die SVP startete am 11. August ihren Abstimmungskampf zur Begrenzungsinitiative.

Die Begrenzungsinitiative der SVP hatte Anfang August nur wenig Chancen bei der Stimmbevölkerung, wie eine erste Trendumfrage zu den Abstimmungen zeigt. Ein Ja zeichnet sich zur Kampfflugzeug-Beschaffung ab.

(agl) Wäre Anfang August abgestimmt worden, hätten 61 Prozent der Stimmberechtigten bestimmt oder eher gegen die Begrenzungsinitiative gestimmt, 35 Prozent wären dafür gewesen. «Die Gegnerschaft startet so mit einem Vorsprung von 26 Prozentpunkten in den Hauptabstimmungskampf», heisst es im Bericht zur ersten Trendumfrage, die das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der SRG durchgeführt hat.

Hohe 70 Prozent der Befragten seien sich bei der Umfrage bereits sicher gewesen, wie sie abstimmen werden. Nur vier Prozent waren noch gänzlich unschlüssig. Die deutlichste Ablehnung erfuhr die Initiative in der französischen Schweiz, aber auch Deutschschweizer lehnten sie mehrheitlich ab. Einzig im Tessin ist die Situation noch offen und die Verhältnisse nahezu ausgeglichen.

Kampfjets ziehen Graben zwischen Männern und Frauen

Deutliche Zustimmung erhält gemäss der SRG-Umfrage die Vorlage zur Kampfjet-Beschaffung. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer würden bestimmt oder eher dafür stimmen, 39 Prozent sind nicht oder eher nicht einverstanden. Mehrheitlich dafür sind gemäss dem Bericht Wählerinnen und Wähler der bürgerlichen Regierungsparteien, während Grüne und SP im Verhältnis von 1 zu 3 dagegen seien. Gespalten sind bei der Entscheidung einzig die Anhänger der GLP.

Auch bei den Kampfjets zeigen sich regionale Unterschiede. Während sich Gegner und Befürworter in der französischen Schweiz die Waage halten, sind Deutschschweizer und Tessiner deutlicher für die Vorlage. Ein Graben zeichnet sich ebenfalls bei den Geschlechtern ab. Die befragten Frauen waren zu 50 Prozent für die Beschaffung, Männer zu 64 Prozent. Gemäss dem GFK-Bericht ist dies bei militärpolitischen Anliegen nicht untypisch.

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