Muri
Einigung um Fasnachtskreisel naht

Dieses Jahr durften die Stiefeliryter den Kreisel in Muri nicht dekorieren. Nächstes Jahr soll dies wieder möglich sein. Die Fasnächtler haben dem Gemeinderat eine Petition übergeben.

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Kreisel

Kreisel

Aargauer Zeitung

Andrea Marthaler

Mehrere Jahre dekorierte die Guggenmusik Stiefeliryter den Kreisel in Muri. Dieses Jahr durften sie dies nicht mehr tun und begnügten sich mit einer Tafel vor dem Coop, die auf ihre Stiefeli-Nacht hinweist.
Im nächsten Jahr soll es aber wieder anders werden. Zur Fasnachtseröffnung überreichten die Fasnächtler eine Petition an den Gemeinderat. Künftig soll eine fasnächtliche Dekoration im Kreisel wieder möglich sein, wenn sie vorgängig mit dem Gemeinderat abgesprochen wurde.

Verantwortlich für die Petition sind aber nicht die Stiefeliryter selber, sondern die zweite Murianer Gugge, die Gängelimusig. «Wir wollen die Fasnacht in Muri beleben und kämpfen deshalb gegen das Verbot», sagt ihr Präsident, Roman Strebel. Die Gugge beauftragte darum ihre neuen Mitglieder, Unterschriften für die Petition zu sammeln. Sogar drei Gemeinderäte stimmten dem Vorschlag zu.

Lösung für alle vertretbar

Schon vor einer Woche wurde die Petition im Gemeinderat diskutiert. «Es ist eine gute und konstruktive Lösung», sagt Heinz Nater, Gemeinderat des Ressorts Kultur. «Wir wollen die vorhandenen Möglichkeiten nutzen, um fasnächtliche Stimmung in Muri zu ermöglichen.» Es sei daher durchaus im Sinne des Gemeinderates, dass die Dekoration des Kreisels im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist.

Bei den Stiefelirytern ist man erfreut über die sich abzeichnende Einigung. «Wir wollen dies im nächsten Jahr auf jeden Fall frühzeitig anschauen», betont Michael Seiler, Vizepräsident der Stiefeliryter. Für ihn kommt es aber ganz darauf an, wie strikt der Gemeinderat die Vorschriften auslegt. Eine Einigung ist in Seilers Interesse: «Es wäre das erste Mal, dass wir den Kreisel offiziell dekorieren dürfen.»

Dekorationen werden kleiner

Eine überdimensionale Dekoration wie im Jahr 2006 mit dem Schiff wird allerdings nicht mehr möglich sein. «Dieses war verkehrsgefährdend und hätte einem Sturm nicht standgehalten», erklärt der Gemeindeschreiber von Muri, Erich Probst. Für ihn ist zudem der Zweck der Dekoration entscheidend. «Bisher haben die Stiefeliryter klar für den Ball Werbung gemacht.» Dies wird in den Vorgaben des Kantons ausgeschlossen. Etwas fasnächtlicher Schmuck ist aber auch für Probst tolerierbar.