Corona-Virus

«Eine grosse Belastung fürs Personal»: Kantonsspital Luzern hat Isolierungsstation eingerichtet – so sieht das aus

Coronavirus: Begehung einer Isolierungsstation

Begehung der Isolierungsstation mit Sonja Bertschy, Expertin für Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital Luzern.

Auf der Isolierungsstation des Luzerner Kantonsspitals können Patienten mit Verdacht auf das Corona-Virus untersucht und behandelt werden. Aktuell stehen dort sechs Zimmer zur Verfügung. Engpässe sind quasi vorprogrammiert.

Im Kanton Luzern sind eine 16-jährige Kantischülerin und ein 45-jähriger Mann mit dem Coronavirus infiziert, darüber haben die Behörden am Donnerstag informiert.

Die Schülerin wurde im Kantonsspital Luzern isoliert. Dieses verfügt über eine Anfang Woche neu eröffnete Isolierstation, wo es zur Zeit zwölf Patientinnen und Patienten in sechs Zimmern aufnehmen kann. Die Mitarbeiter auf dieser Station seien geschult und erfahren im Umgang mit Patienten mit ansteckenden Erkrankungen, betonte Graf. Ihnen stehe auch genügend Material zum Eigenschutz zur Verfügung.

«Es war eine Frage der Zeit, bis wir im Kanton Luzern die ersten Fälle haben würde», sagte Luzerns Gesundheitsdirektor Guido Graf am Donnerstag vor den Medien. Die Lage sei sehr dynamisch, es würden wohl auch noch weitere Fälle dazu kommen. Der Kanton und das Spital seien aber vorbereitet. Im Bedarfsfall hätte das Spital die Möglichkeit, die Bettenkapazität der Isolierungsstation durch Anpassungen im Normalbetrieb auszudehnen. Allenfalls müssten Wahleingriffe verschoben werden.

Luzerner Kantischüler müssen in Quarantäne

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Im Kanton Luzern befindet sich eine ganze Schulklasse und ihre Lehrpersonen in Quarantäne, nachdem eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall erklärte am Donnerstag vor den Medien, was das für die Betroffenen bedeutet.

Im Kanton Luzern gibt es neben den bestätigten Fällen weitere Verdachtsfälle. Diese werden mit einem Abstrich untersucht und halten sich bis zum Vorliegen eines Befunds zu Hause auf. Die Resultate stehen noch aus. Bei einem positiven Resultat würden sie isoliert und medizinisch behandelt.

Graf betonte, dass normale Grippesymptome daheim auskuriert werden sollen. Und dass jeder und jede dazu beitragen soll, die Verbreitung des Virus zu verhindern. «Man soll die Verhaltensregeln des BAG beherzigen», betonte der Gesundheitsdirektor. «Wenn wir das als Gesellschaft so durchziehen, gibt es keinen Grund zur Panik.» (sda)

Zweiter Coronavirus-Fall im Kanton Luzern bestätigt

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