Wahlen

Ecopop will ins Parlament - Erste Kandidaturen aus Zürich

Ecopop-Initiant Benno Büeler will in den Nationalrat (Archiv)

Ecopop-Initiant Benno Büeler will in den Nationalrat (Archiv)

Der Verein Ecopop will ins eidgenössische Parlament. In Zürich hat er am Montag seine erste Nationalratsliste und eine Ständeratskandidatur für die Wahlen vom 18. Oktober präsentiert. Aus anderen Kantonen werden weitere Kandidaturen folgen.

"Nach dem Volks-Nein zu unserer Initiative am 30. November 2014 war uns klar, dass wir eine Stimme in Bern brauchen", sagte Benno Büeler, Vereinsvorstand und Kopf hinter der Ecopop-Initiative, vor den Medien in Zürich. Der 53-jährige Winterthurer Mathematiker besetzt auf der Zürcher Nationalratsliste den ersten Platz.

Hinter ihm folgen zwar nur gerade sechs weitere Kandidaten. Gemessen an der Mitgliederzahl und der kurzen Vorlaufzeit seit den Abstimmungen im vergangenen Herbst sei das Engagement im Verein Ecopop aber sehr hoch, sagte dazu Büeler. Im Kanton Zürich sind 35 Sitze in der grossen Kammer zu besetzen.

Nach der Niederlage bei den Abstimmungen sei es nicht ganz einfach gewesen, Leute zu finden, die den Mut hatten, für Ecopop wieder hinzustehen. Die Gruppierung will im Herbst den Wahlkampf zudem mit der Ständeratskandidatur des 22-jährigen Joel Von Allmen zusätzlich aufmischen.

Gegen "grenzenlosen Wachstumswahn"

Der Verein Ecopo setzt sich für die Bewahrung der Lebensgrundlagen und der Lebensqualität ein. Er kritisiert vor allem den "grenzenlosen Wachstumswahn" und möchte das Bevölkerungswachstum stoppen. Bekannt geworden war die Gruppierung insbesondere im vergangenen Herbst mit der so genannten Ecopop-Initiative.

Das Vorhaben "Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen" wurde von den Stimmberechtigten aber mit 74,1 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Mehr Glück erhofft sich der Verein nun bei den Eidgenössischen Wahlen. In Zürich will er einen bis zwei Nationalratssitze gewinnen.

In anderen Kantonen sind weitere Kandidaturen geplant, wie Vizepräsidentin Cornelia Keller sagte. "Wir werden zu gegebener Zeit darüber informieren."

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