Die Nachricht über Donald Trumps Besuch am diesjährigen WEF in Davos hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Und natürlich wird bereits über das gigantische Sicherheitskonzept für die Anreise des US-Präsidenten spekuliert. Die Sicherheitsbeauftragten hüten sich indes, detaillierte Informationen über den Schutz der WEF-Teilnehmer an die Öffentlichkeit zu tragen. 

Die Stadtpolizei Zürich erklärte am Dienstagabend lediglich, man werde wie immer beim WEF eine Lagebeurteilung durchführen und dann über ein entsprechendes Sicherheitsdispositiv entscheiden. Dies schreibt der «Tages-Anzeiger» in seiner Ausgabe von heute Mittwoch. 

Schon die Teilnahme des chinesischen Staatspräsidenten am WEF 2017 habe die Sicherheitsorgane vor eine «zusätzliche Herausforderung» gestellt. Damals sind die erforderlichen Massnahmen in Absprache mit den Chinesen definiert worden. Auch Donald Trump dürfte mit einem riesigen Entourage anreisen. Bei Bill Clintons Besuch im Jahr 2000 – der einzigen Teilnahme eines US-Präsidenten am WEF in Davos – waren es rund 1500 Personen.

Bringt Donald Trump Unruhe ans WEF?

Bringt Donald Trump Unruhe ans WEF?

Der amerikanische Präsident Donald Trump wird das WEF in Davos besuchen. Für die Kantonspolizei Graubünden sind solche hohen Staatsbesuche eine Herausforderung. Walter Schlegel von der Kantonspolizei Graubünden bereitet sich auf allfällige Demonstrationen vor.

Neun Millionen Franken für die Sicherheit

Für den Schutz der Staatsoberhäupte am WEF ist die Kantonspolizei Graubünden zuständig, wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt. Dabei werde die Bündner Kantonspolizei bei all ihren Aufgaben von Polizeikräften aus der ganzen Schweiz und aus dem Fürstentum Liechtenstein unterstützt. Wie viele Polizisten genau im Einsatz stehen, wird nicht näher bekannt gegeben. Die genaue Zahl dürfte aber bei rund Tausend Mann liegen. Wie immer wird auch die Schweizer Armee einen Sicherheitseinsatz am WEF leisten. Im letzten Jahr standen dafür knapp 5000 Soldaten zur Verfügung, welche zu 93 Prozent Milizsoldaten waren.

Auch dieses Jahr dürfte die Gewährleistung der Sicherheit rund neun Millionen Franken kosten. An der letztjährigen Ausgabe war die zuvor vereinbarte Kostengrenze von acht Millionen Franken wegen der weltweit erhöhten Bedrohungslage überschritten worden. Von den Sicherheitskosten übernimmt das WEF selbst zwei Millionen Franken. Den Restbetrag teilen sich in der Regel der Bund, der Kanton Graubünden und die Gemeinde Davos.

Bilder vom World Economic Forum 2017 in Davos:

Anreise mit mehreren Flugzeugen und eigenem Sicherheitspersonal

Als WEF-Gast mit dem Status «völkerrechtlich geschützt» wird Donald Trump über den Flughafen Zürich einreisen, von wo er mit Helikoptern der Schweizer Armee nach Davos gebracht wird. Allerdings setzen US-Präsidenten im Ausland oft auf einen eigenen Helikopter, wenn nicht gar mehrere.

Als am letztjährigen WEF der damalige US-Vizepräsident Joe Biden in die Schweiz reiste, wurde der Luftraum durch die Flugwaffe und mehrere Polizeihelikopter abgesichert. Und nicht nur das: Einige Tage vor Bidens besucht beorderten die Amerikaner fünf Helikopter des Typs «Black Hawk» vom US-Stützpunkt im deutschen Wiesbaden nach Dübendorf. Ebenfalls landeten in Zürich zwei Lockheed C-5M Super Galaxy-Militärtransportflugzeuge sowie eine Frachtmaschine des Typs C-17 in Zürich. Mit an Bord waren nicht nur Limousinen und Geländewagen, sondern auch bewaffnetes Sicherheitspersonal aus den Reihen der Amerikaner. (luk)

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