Oberbuchsiten

Die «Betonpiste» hat ein Ende

Recycling: Die am rechten Strassenrand angehäuften Überreste der herausgefrästen Betonplatten werden als Verstärkung in die bestehende Kofferung eingebaut. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

Belag

Recycling: Die am rechten Strassenrand angehäuften Überreste der herausgefrästen Betonplatten werden als Verstärkung in die bestehende Kofferung eingebaut. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

Die Hauptstrasse H5 zwischen Egerkingen und Oberbuchsiten soll bis Ende Jahr umfassend saniert werden. Bis 2013 will der Kanton auch die über 50 Jahre alten Betonplatten zwischen Egerkingen und Rickenbach austauschen. Damit wird auch eine Lärmquelle eliminiert.

Erwin von Arb

Nach der Ende letztes Jahr erfolgten Fertigstellung des zwischen Egerkingen und Oberbuchsiten gelegenen Kreisels Neustrasse/Hauptstrasse H5, lässt der Kanton am selben Ort erneut die Bagger auffahren. Diesmal geht es den Betonplatten an den Kragen, wie Peter Portmann vom Amt für Tiefbau (AVT) auf Anfrage erklärt. Verlegt wurde die im Volksmund auch «Betonpiste» genannte Fahrbahn in der Nachkriegszeit, also vor über 50 Jahren.

Obwohl ein Grossteil der Betonplatten diese lange Zeitspanne relativ gut überstanden hat, ist eine Sanierung unumgänglich. Dafür gibt es verschiedene Gründe, wie Portmann ausführt. Wegen der teilweise nicht mehr genügenden Unterlage gebe es Platten, welche sich beim Befahren bewegten oder solche mit grossen Überzähnen. Letzteres hat das bekannte und weit hörbare Rattern der Pneus zur Folge. «Neben der Belagssanierung geht es dem Kanton auch darum, diese Lärmquelle zu eliminieren», betont der Leiter Projektmanagement Kreis II.

Fräsgut wird als Kofferung benutzt

Mit dem Ausbau der Betonplatten an der H5 wurde Anfang Woche beim erwähnten Kreisel in Richtung Oberbuchsiten begonnen. Dabei kommt auch eine Spezialmaschine zum Einsatz, welche die 3,35 Meter breiten und 7,5 Meter langen Betonplatten herausfräst. Das von der Maschine zerkleinerte Fräsgut muss nicht abtransportiert werden, sondern wird als Verstärkung auf die bestehende Kofferung gebaut, wie Portmann ausführt. Der neue Belag der 7,5 Meter breiten Strasse sowie der beidseits je 2 Meter breite Rad- und Gehstreifen wird konventionell mit Asphalt ausgeführt.

Die Sanierung des 520 Meter langen Strassenstücks zwischen dem Kreisel Neustrasse/H5 und Oberbuchsiten erfolgt in vier Etappen, zwei auf der nördlich gelegenen Fahrbahnhälfte sowie deren zwei auf der gegenüberliegenden Seite. Die Verkehrsregelung während der Bauphase erfolgt mittels einer Lichtsignalanlage über die jeweils freie Fahrbahnseite.

Bis Ende Jahr Arbeiten fertig

Nach Fertigstellung dieses Abschnittes wird die Baustelle auf die östliche Seite des Kreisels gezügelt, um die etwa 460 Meter lange Betonpiste Richtung Egerkingen in Angriff zu nehmen. Die Fahrbahn wird in diesem Bereich wie bis anhin eine Breite von jeweils 3,5 Metern aufweisen, woraus eine Gesamtbreite von 7 Metern resultiert. Wegen des dort geltenden Lastwagenverbots genüge diese Breite vollkommen, erklärt Portmann. Die beidseits vorhandenen Rad- und Gehwege werden wiederum eine Breite von je 2 Metern aufweisen. Der Ausbau dieses Abschnittes wird in zwei Etappen aufgeteilt, der Verkehr voraussichtlich umgeleitet. Möglichkeiten gebe es genügend, so Portmann.

Der Zeitplan des Kantons sieht vor, dass die Sanierung der Betonpiste zwischen Egerkingen und Oberbuchsiten etwa bis Ende Jahr zum Abschluss gebracht wird. Je nach Witterung und Anzahl der eingesetzten Leute und Maschinen der Bauunternehmung könnte es aber durchaus sein, dass gewisse Abschlussarbeiten erst im Frühjahr 2010 ausgeführt werden können», bemerkt Portmann.

Von Egerkingen bis Rickenbach

In den Jahren 2010 und 2011 will der Kanton auch die Betonplatten auf dem 2,3 Kilometer langen Teilstück der Hauptstrasse H5 zwischen Egerkingen und Hägendorf auf die selbe Weise ausbauen und durch einen neuen Belag ersetzen. 2012 und 2013 sollen schliesslich die letzten 600 Meter Betonpiste zwischen Hägendorf und Rickenbach verschwinden, wie Portmann ankündigt. Für die Belags- und Lärmsanierung der erwähnten Abschnitte zwischen Oberbuchsiten und Rickenbach, welche insgesamt eine Länge von knapp 3,9 Kilometer aufweisen, hat der Kanton Kosten von rund 8 Mio. Franken veranschlagt.

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