Aarwangen

Der Oberaargau sucht sein Matterhorn

Premiere: Regierungsstatthalter Martin Sommer (vorne) mit den Gemeindepräsidenten seines künftigen Verwaltungskreises. jr

Oberaargau

Premiere: Regierungsstatthalter Martin Sommer (vorne) mit den Gemeindepräsidenten seines künftigen Verwaltungskreises. jr

Ab nächstem Jahr gibt es die Amtsbezirke Aarwangen und Wangen nicht mehr, dafür den Verwaltungskreis Oberaargau. Gestern tagten erstmals die Gemeindepräsidenten des neuen Kreises. Die FDP sucht ein Wappen oder Signet.

Jürg Rettenmund

Wenn der Regierungsstatthalter des Amtes Wangen, Martin Sommer, nächstes Jahr die gleiche Funktion im neuen Verwaltungskreis Oberaargau übernimmt, dann weiss er, mit wem er es geografisch zu tun hat: 51 Gemeinden wird der Kreis umfassen. Gestern traf sich Sommer mit den Gemeindepräsidenten erstmals zu einer gemeinsamen Konferenz (siehe Text unten rechts).

Doch bereits am Morgen hatte Sommer mit seiner neuen Aufgabe und dem neuen Kreis zu tun. Er bot der FDP im Schloss Wangen Gastrecht für eine Medienorientierung. «Mit dem neuen Kreis ist der Oberaargau erstmals geografisch klar definiert», stellte er dabei fest. Anders als der Amtsbezirk Wangen hat der Verwaltungskreis jedoch kein Wappen. «Auch ein markantes Erkennungszeichen wie das Matterhorn für Zermatt fehlt», hakte FDP-Kreisverbandspräsident Hans Baumberger ein. Dem wollen die Freisinnigen nun abhelfen. Mit einem Gestaltungswettbewerb suchen sie ein «Wappen» für den Oberaargau.

Wappen mit Anführungszeichen

«Wappen steht dabei bewusst in Anführungszeichen», erklärte Baumberger. Er stellte das Projekt zusammen mit Kathrin Zumstein, Urs Zurlinden und Lukas Felber - alles Grossratskandidierende der FDP und der Jungliberalen - im Schloss Wangen vor. Der Ort war mit Bedacht gewählt: Dort befindet sich künftig das Regierungsstatthalteramt für den Oberaargau.

In Anführungszeichen steht das Wort Wappen, weil die Eingabe auch ein Logo, ein Souvenirartikel, ja ein Lied oder gar eine Backware sein darf. Angeschrieben wurden rund 400 künstlerisch oder gestalterisch Tätige. Die Ausschreibung richtet sich aber an alle Bevölkerungskreise. Voraussetzung für eine Teilnahme ist einzig, dass der (Wohn-)Sitz im Oberaargau liegt oder man dort arbeitet.

Die Unterlagen liegen bei den Geschäftsstellen der Clientis Bank Huttwil auf. Die Bank tritt zusammen mit der Druckerei Merkur in Langenthal als Sponsorin des Wettbewerbs auf. Bei ihr und der FDP Oberaargau können die Unterlagen auch auf der Homepage heruntergeladen werden.

Drei Barpreise

Als Gewinn winken drei Barpreise im Wert von 2500, 1500 und 1000 Franken. Beurteilt werden die Eingaben von einer - auch von der FDP - unabhängigen Fachjury von Kunstsachverständigen und Historikern.

Eingabefrist ist der 21. Dezember, im Februar 2010 soll die Preisverleihung in Huttwil stattfinden und sollen die ausgezeichneten Arbeiten anschliessend im Geschäftshaus Jurapark in Langenthal ausgestellt werden. Zusammen mit dem Ort der Lancierung würden so alle Regionen des neuen Kreises berücksichtigt, betonte Baumberger.

Was aber geschieht, wenn aus dem Wettbewerb je ein hervorragender Vorschlag für ein Wappen, ein Lied und eine Süssigkeit resultiert, mit den doch eher bescheidenen Preisen? Auf diese Frage wussten die Freisinnigen noch keine Antwort. Er würde gerne noch einen Spezialpreis für ein Wappen ausschreiben, erklärte Baumberger lediglich. Noch wisse er aber nicht, ob er dafür einen Sponsor finde.

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