SRG
De Weck will Moderatoren Nebeneinkünfte lassen

Die TV-Moderatoren sollen ihre Nebeneinkünfte behalten können. Das sagt SRG-Chef Roger de Weck. Die Stars unter den Moderatoren seien die besten Botschafter der SRG. De Weck ist es sogar egal, wenn sie mehr verdienen als er selbst.

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Roger de Weck

Roger de Weck

Die Nebeneinkünfte einzelner Moderatoren des Schweizer Fernsehens sind ein Dauerbrenner. Sie müssten einen Teil davon abgeben, so die Forderung von SRG-Kritikern wie der SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli.

Roger de Weck, seit Anfang Jahr SRG-Generaldirektor, hält nichts davon. «Die Stars unter den angestellten oder freischaffenden Moderatoren sind Botschafter der SRG. Ich freue mich, wenn sie in Absprache mit den Redaktionen noch öfter vor Publikum auftreten. Wer einen Moderator persönlich erlebt hat, wird seine Sendungen umso aufmerksamer verfolgen», erklärt er in einem Interview mit der «az».

Dass die Moderatoren dabei von ihrer TV-Präsenz profitieren, ist für de Weck ebenfalls kein Grund für Rückforderungsansprüche. Die SRG habe Erfolg dank charismatischen Moderatoren. «Das ist ein Geben und Nehmen», sagt de Weck.

De Weck nimmt keine Nebeneinkünfte an

Er tritt auch Berichten entgegen, wonach Sportmoderatoren wie Rainer Maria Salzgeber mehr verdienen würden als der SRG-Generaldirektor. «Das würde ich begrüssen. Aber es stimmt wohl leider nicht.»

De Weck selbst nimmt für Vorträge und Moderationen kein Honorar mehr entgegen seit er Generaldirektor der SRG ist. Wenn es doch eines gibt, spendet er es.

De Weck will auch keinen direkten Einfluss auf Sendungen nehmen. «In den zwei ersten Monaten meiner Amtszeit ist es nicht vorgekommen, dass ich vertieft über eine einzelne Sendung gesprochen hätte - ausser über den Pilotfilm zu einem millionenteuren Projekt. Ich habe Respekt vor der Unabhängigkeit und dem Know-how der Programmmacher.» (rsn)

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