Detailhandel

Coop und Migros machen Ernst und verlangen neu 5 Rappen für Plastiksäckli

Auf Druck des Ständerats sollen Detailhändler dafür sorgen, dass weniger Plastiksäckli in Umlauf kommen. (Archivbild)

Auf Druck des Ständerats sollen Detailhändler dafür sorgen, dass weniger Plastiksäckli in Umlauf kommen. (Archivbild)

Schluss mit gratis: In zehn Coop-Filialen in der Stadt Zürich werden seit heute Montag 5 Rappen auf Plastiksäckli erhoben. Bis im Frühling 2017 werden die Raschelsäckchen in allen Filialen kostenpflichtig. Auch bei der Migros ist ab November Schluss mit den kostenlosen Säckli.

Dies schreiben Coop und Migros heute in einer Pressemitteilung. Mit dem Entscheid der beiden Detail-Riesen endet ein langjähriges politisches Anliegen. Denn über ein Verbot für Plastiksäckli wird bereits seit vier Jahren diskutiert. 

Ein Verbot wollte das Parlament schliesslich nicht aussprechen. Stattdessen sollen Detailhändler den übermässigen Gebrauch der umweltschädlichen Einwegtüten eindämmen. Das hat der Ständerat am Donnerstag entschieden.

Coop führt Gebühr für Raschelsäckli ein

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Zürich - 24.10.16 - Fertig mit den Gratis-Raschelsäckli: Seit Montag verlangt Coop für die Wegwerf-Plastiksäcklein an der Kasse fünf Rappen. Vorerst nur in zehn Filialen in der Stadt Zürich, ab Frühling dann in der ganzen Schweiz. Coop-Mediensprecher Urs Meier erklärt die Hintergründe der neuen Sackgebühr.

Erlös kommt Umweltprojekten zugut

Mit den 5 Rappen pro Säckli wollen sich die Grossverteilerlaut laut eigenen Aussagen nicht bereichern. Vielmehr wollen sie den Erlös aus den verkauften Säckchen für Umweltprojekte einsetzen.

Die neue Regelung gelte nur für Läden, die hauptsächlich Lebensmittel verkaufen. Convenience-Shops wären ausgenommen. Weiterhin gratis gebe es die Säcke ausserdem für Früchte und Gemüse im Offenverkauf.

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