Nordkorea - USA

Clinton mit freigelassenen Journalistinnen wieder in den USA

Kim Jong II (rechts) und Bill Clinton

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Kim Jong II (rechts) und Bill Clinton

Die beiden aus nordkoreanischer Haft entlassenen US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee sind wieder in den USA. Die beiden Frauen trafen am Mittwoch gemeinsam mit Ex-Präsident Bill Clinton in einer Privatmaschine auf dem Bob-Hope-Flughafen bei Los Angeles ein.

Dort wurden sie von ihren Familienmitgliedern begrüsst. Die beiden Frauen, deren Familien aus Asien stammen, waren emotional völlig überwältigt und weinten.

"Noch vor 30 Stunden waren wir Gefangene in Nordkorea", sagte Laura Ling. Dann sei ihnen gesagt worden, sie müssten zu einem Treffen. "Als wir den Raum betraten, sahen wir Bill Clinton. Da wussten wir in unserem Herzen, dass unser Alptraum ein Ende findet", sagte die junge Frau unter Tränen. "Die letzten 140 Tage waren die schwierigsten in unserem Leben."

Der ehemalige Vize-Präsident Al Gore, für dessen Kabelsender die beiden Reporterinnen arbeiten, bedankte sich ausdrücklich auch bei US-Präsident Barack Obama. Dieser sei an den "humanitären Anstrengungen" zur Freilassung eng beteiligt gewesen.

Obama meinte in einer kurzen Erklärung in Washington, die Freilassung sei "Grund zur Freude für das ganze Land". Er habe bereits mit den Familien gesprochen.

Der frühere Präsident Clinton war am Dienstag in Pjöngjang für mehr als drei Stunden mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il zusammengetroffen, der die beiden Frauen begnadigte.

Obwohl das Weisse Haus offiziell von einer rein humanitären Reise sprach, mehren sich in Washington Spekulationen über mögliche politische Folgen der Mission. Unbestätigten Presseberichten zufolge hoffen Regierungsvertreter auf die Rückkehr an den Verhandlungstisch.

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