Berufliche Vorsorge

BVG-Kommission empfiehlt Bundesrat den Mindestzins auf 0,75 Prozent zu senken

Folgt der Bundesrat der Empfehlung seiner BVG-Kommission, werden die Renten für viele Pensionierte sinken. (Symbolbild)

Folgt der Bundesrat der Empfehlung seiner BVG-Kommission, werden die Renten für viele Pensionierte sinken. (Symbolbild)

Der Mindestzinssatz soll von 1 auf 0,75 Prozent sinken: Das empfiehlt die zuständige Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge. Damit würden auch die Renten sinken.

(sat) Wie die BVG-Kommission am Dienstag mitteilt, reichten die Vorschläge der Kommissionsmitglieder von 0,25 bis 1 Prozent. In der Schlussabstimmung dann habe sich eine knappe Mehrheit für 0,75 Prozent ausgesprochen. Bei der Empfehlung der Kommission sei berücksichtigt worden, dass es sich dabei nur um einen Minimalzins handelt, heisst es in der Mitteilung. Er kann von Vorsorgeinstituten also auch überschritten werden. Definitiv entscheiden über eine allfällige Änderung des BVG-Zinssatzes und damit über eine Senkung der Renten muss der Bundesrat.

Entscheidend für die Festlegung der Höhe des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Laut Mitteilung ergibt die übliche BVG-Formel, welche diese Vorgaben berücksichtigt, per Ende Juni einen tieferen Wert. Zudem solle der Zinssatz das Vertrauen in die 2. Säule stärken, argumentiert die von der freisinnigen Aargauer alt Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist präsidierte BVG-Kommission in ihrer Mitteilung. Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozenten das Vorsorgeguthaben der Versicherten in der obligatorischen beruflichen Vorsorge (BVG) mindestens verzinst werden muss.

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