Friedhof Rohrdorf
Beruhigt der Kompromiss die Gemüter?

Noch 200 statt 500 Franken für eine Namenstafel am Gemeinschaftsgrab, dafür neu 120 Franken für ein Holzkreuz auf Reihengräbern: Mit diesem Tarifkompromiss geht das Reglement für den Friedhof Rohrdorf in die zweite Beschlussrunde.

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Aargauer Zeitung

Andreas Tschopp

56 Ja zu 57 Nein: Mit diesem denkbar knappen Resultat wurde im November 2007 an der Gemeindeversammlung in Niederrohrdorf das revidierte Bestattungsreglement für den Friedhof Rohrdorf zurückgewiesen an den Absender, den Friedhofverband Rohrdorf; ihm gehören die Gemeinden Nieder- und Oberrohrdorf sowie Remetschwil an.

Beweggründe für die Ablehnung an dieser Gemeindeversammlung waren insbesondere die Beibehaltung einer Gebühr in der Höhe von 500 Franken für eine Namenstafel am Gemeinschaftsgrab sowie teilweise die angeblich zu offen formulierten Vorschriften.

Nach dem Nein in Niederrohrdorf war die Vorlage auch in den anderen beiden Gemeinden vom Tisch - vorläufig. Nun wird ein zweiter Anlauf genommen, das überarbeitete Reglement an den Sommergmeinden zu beschliessen. Den Anfang macht am 16. Juni wiederum Niederrohrdorf, gefolgt von Remetschwil (22. Juni) und Oberrohrdorf (25. Juni). Der Verbandsvorstand und die Räte der drei Gemeinden schlagen vor, statt 500 Franken für eine Gemeinschaftsgrabtafel nur noch 200 Franken zu verlangen.

Dafür soll das Aufstellen eines provisorischen Holzkreuzes auf Reihengräbern, das bisher gratis war, neu 120 Franken kosten. Es sei «gerechtfertig», bei beiden Bestattungsarten zur Deckung der Selbstkosten «einen kleinen Beitrag zu erheben», lautet die Begründung für den neuen Kompromissantrag.