Fortpflanzungsmedizin

Berset warnt vor Eugenik-Risiko bei Präimplantationsdiagnostik

Berset warnt vor Risiko bei Präimplantationsdiagnostik (Archivbild)

Berset warnt vor Risiko bei Präimplantationsdiagnostik (Archivbild)

Innenminister Alain Berset hat am Samstag davor gewarnt, bei der Präimplantationsdiagnostik über die vom Bundesrat eng gesetzten Grenzen hinauszugehen. Ansonsten riskiere man, die «Büchse der Pandora» zu öffnen.

Berset zeigte sich in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF1 zufrieden, dass der Ständerat diese Woche dem Bundesrat dabei gefolgt ist. "Man muss wegen der Risiken so streng sein."

Die Eugenik sei zum Beispiel ein solches Risiko. "Man darf mit dem Leben nicht spielen. Weil wenn man weitergeht, dann öffnet man die Büchse der Pandora. Dabei weiss man zwar, wo es beginnt, aber nicht, wo es endet", warnte der Bundesrat.

Der Ständerat will die bisher verbotene Untersuchung von Embryos auf Erbkrankheiten noch im Reagenzglas erlauben. Doch dass Eltern wie in den USA das Geschlecht oder andere Eigenschaften auswählen können, soll verboten bleiben.

Auch soll es keine Chromosomentests geben, zum Beispiel, um Trisomie 21 (Dow Syndrom) auszuschliessen. Auch die Auswahl von sogenannten Retterbabys (zur Rettung schwer erkrankter Geschwister) soll verboten bleiben.

Die Vorlage geht nun an den Nationalrat. Das letzte Wort hat das Volk, denn die Vorlage macht eine Verfassungsänderung nötig.

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