Video-Reportage

Ansturm auf Baumärkte und Gartencenter: «Ich wollte nicht, dass mir jemand die Setzlinge wegschnappt»

Ansturm auf Baumärkte und Gartencenter

Frühmorgendlicher Sturm auf Pflanzen und Handwerker-Utensilien: ein Augenschein im "Jumbo"-Markt in Bachenbülach ZH.

In den Baumärkten und Gartencentren herrscht am Tag der Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown Grossandrang. Die Kunden wollten schon früh morgens Setzlinge und Blumen kaufen.

Unter anderem die Baumärkte und Gartencenter durften am Montag wieder öffnen – unter Einhaltung der vom Bund angeordneten Schutzmassnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. 

Der "Jumbo"-Markt in Bachenbülach ZH führt Handwerker-Utensilien und Pflanzen im Sortiment. Die Filiale öffnete bereits eine halbe Stunde früher ihre Schranken, um einen Einkaufswagen-Stau auf der Rolltreppe zu vermeiden. Was nicht immer ganz klappte, wie das Video oben zeigt.

Das Motto: "Der frühe Vogel fängt den Wurm", wie es ein Kunde formuliert. Viele hatten Setzlinge für den Gemüsegarten in ihren Einkaufswagen. "Da haben wir ja alle drauf gewartet", sagt ein anderer Mann. Eine Frau wartete sehnlichst auf Zucchetti-Pflanzen für ihren Küchengarten: "Ich dachte, bevor sie mir die anderen wegschnappen, komme ich besser zuerst."

Abstand halten und bargeldlos bezahlen

Mittels Lautsprecher-Durchsagen werden die Kunden zum Zwei-Meter-Abstand gegenüber Mitarbeitenden und anderen Kunden aufgefordert sowie gebeten, bargeldlos zu bezahlen. Vor den Kassenbereichen sind zudem Bodenmarkierungen angebracht worden, damit die Menschen nicht zu dicht aufeinander Schlange stehen. 

"Ich will möglichst schnell wieder heim", sagt eine Frau vor dem Schleifpapier-Regal. "Deshalb habe ich mir aufgeschrieben, was ich brauche. Sonst mache ich das nie und verbringe Stunden hier." Vielleicht ist es also nicht mehr so genussvoll, das neue Einkaufen – dafür umso effizienter.

Coiffeuse: «Es darf nicht zu viel gesprochen werden»

Auch die Coiffeursalons können seit diesem Montag wieder Kunden empfangen. Ein Augenschein in Biel zeigt: Die Kunden tragen Schutzmasken und Einwegschutzmäntel, die Coiffeusen zudem auf Wunsch der Kunden Handschuhe. 

Coiffeuse: "Es darf nicht zu viel gesprochen werden"

Das Personal des Salons ins Biel wurde um die Hälfte reduziert, damit die Distanzregel eingehalten werden kann. Nach dem Coiffeursbesuch werden die Sitz- und Arbeitsflächen wie auch die Werkzeuge desinfiziert.

"Wir müssen den Kunden auch sagen, dass wir nicht zu viel sprechen sollten", sagt die Inhaberin des Coiffeursalons, Ginette Hürsch. Sie ist froh, wieder arbeiten zu können. "Natürlich ist die Frisur nicht überlebenswichtig, aber ein Coiffeurbesuch ist auch gut für die Moral." (smo)

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