Klimaschutz

Angestellte des Bundes müssen im Zug reisen, Flugreisen nur in Ausnahmefällen

Auf Flugreisen müssen Angestellte des Bundes künftig meist verzichten.

Auf Flugreisen müssen Angestellte des Bundes künftig meist verzichten.

Für Strecken mit einer Reisezeit von bis zu sechs Stunden müssen Angestellte der Bundesverwaltung den Zug nehmen. Auch bei Flugreisen wird gespart. Ziel ist die Reduktion des CO2-Ausstosses um 30 Prozent.

(sih) Kurz vor Weihnachten reiste Bundesrat Iganzio Cassis für ein Treffen von Bern nach Zürich – nicht im Zug, sondern im Flugzeug. Nur fünf Tage nachdem der Bundesrat für die Verwaltung einen Aktionsplan zur Reduktion des CO2-Ausstosses beschlossen hatte, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» und die «SonntagsZeitung» berichteten.

Das soll künftig nicht mehr vorkommen. Ab dem 1. Juli 2020 gelten die Massnahmen, die im «Aktionsplan Flugreisen» zusammengefasst werden. Demnach müssen Mitarbeitende der Bundesverwaltung bei einer Reisezeit von bis zu sechs Stunden mit dem Zug reisen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Bei längeren Reisen müsse der Zug dem Flugzeug vorgezogen werden, wenn die Reisezeit kürzer ist.

Auch bei den Flugreisen wird gespart. Künftig müssen Angestellte der Bundesverwaltung mit dem günstigsten Arrangement der Economy-Klasse Vorlieb nehmen. Ausnahmen sind nur bei einer Reisezeit von mindestens neun Stunden bei Direktflügen zulässig. Der Bund will den C02-Ausstoss von Flugreisen bis 2030 um 30 Prozent zu senken.

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