Ju-Air
Abgestürzte «Tante Ju» gehörte der Schweizer Luftwaffe

Fabian Fellmann
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Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack nach dem Absturz im August 2018.
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Kopie von Abgestürzte JU-52 «Tante JU» in Flims GR
Kurt Waldmeier, CEO von Ju-Air, zeigte sich an der Medienkonferenz betroffen.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Ein Archivbild einer JU-51 der JU-Air.
Die Kantonspolizei informierte in Flims vor den Medien.
"Das Flugzeug ist nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt", sagte Daniel Knecht von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).

Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack nach dem Absturz im August 2018.

AP

Die am Samstag abgestürzte Ju-52 wurde zwar von der Dübendorfer Ju-Air betrieben. Sie war jedoch Eigentum der Schweizer Luftwaffe. Das geht aus dem Luftfahrzeugregister des Bundes hervor. Ein Armeesprecher bestätigte gestern, die Luftwaffe habe 1982 zwei Junkers Ju-52 an den Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (VFL) dauerhaft verliehen.

Die 1939 in Betrieb genommenen Transportflugzeuge wurden damals ausgemustert. Sie seien dem Verein kostenlos zur Nutzung überlassen worden. Über die genauen Vertragsbedingungen konnte die Luftwaffe gestern keine Angaben machen, da die entsprechenden Verträge noch nicht vorlägen. Schadenersatzpflichtig werde der Bund nicht. Auch dürfte er gegenüber dem Verein keine Ansprüche stellen, da die Maschinen mit der Ausmusterung abgeschrieben wurden.

Abgestürzt ist die Maschine mit dem Kennzeichnen HB-HOT. Die zweite vom Bund ausgeliehene Ju-52 trägt die Registrierung HB-HOP. Die dritte in der Flotte der Ju-Air, die HB-HOS, stammt ebenfalls aus Armeebeständen, ist jedoch Eigentum des Vereins VFL. Die Ju-Air wird von diesem Verein getragen. Dieser betrieb eine vierte Ju-52 aus spanischer Produktion, welche dem deutschen Verein der Freunde historische Luftfahrzeuge gehörte, Registrierung HB-HOY. Diese ist seit zwei Jahren in Mönchengladbach im Ruhestand.

 Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack.
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Medienkonferenz zur abgestürtzen «Tante JU» in Flims GR
Kurt Waldmeier, CEO von Ju-Air, zeigt sich an der Medienkonferenz vom Sonntag betroffen.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Ein Archivbild einer JU-51 der JU-Air.
 Am Sonntag informierte die Kantonspolizei in Flims vor den Medien
 "Das Flugzeug ist nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt", sagte Daniel Knecht von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).
 Die SUST ermittelt in alle Richtungen.
 Ausgeschlossen werden kann zum jetzigen Zeitpunkt eine Kollision mit einem Hindernis, Kabel oder einem anderen Fluggerät.
 Die Flugunfalluntersuchung kann sich auf die Aussagen mehrerer Augenzeugen stützen, sagte Andreas Tobler von der Kantonspolizei Graubünden.

Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack.

AP

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