Der heute 50-jährige Staatsangehörige von Pakistan kam im April 1989 – also im Alter von 23 Jahren - in die Schweiz. Sein Gesuch um Asyl wurde ein halbes Jahr später abgewiesen. Dank Heirat mit einer Schweizerin erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung. Im Folgejahr wurde der Pakistani Vater einer Tochter, drei Jahre später wurde die Ehe geschieden, wobei die Tochter der Mutter zur Pflege und Erziehung zugesprochen wurde. In den Jahren 1999 und 2001 gebaren zwei verschiedene Frauen zwei weitere Kinder des Pakistani.

Der dreifache Vater war auch strafrechtlich aktiv und wurde nach mehreren Verurteilung im Jahre 2004 ausländerrechtlich verwarnt. In den Folgejahren musste er erheblich von der Sozialhilfe unterstützt werden, weil er kaum einer Arbeit nachging. Ohne Erfolg kämpfte der Pakistani für eine Invalidenrente. Das Luzerner Kantonsgericht entschied im Jahre 2013, dass ihm keine Leistungen der Invalidenversicherung zustehen.

Im Februar 2015 lehnte es das Amt für Migration des Kantons Luzern ab, die Aufenthaltsbewilligung des Pakistani zu erneuern und ordnete dessen Wegweisung ab. Das Amt verwies auf den fortgesetzten Sozialhilfebezug: Seit seiner Einreise hatte der Pakistani Sozialhilfe «in der Grössenordung von 350000 Franken» bezogen, und seine Unterstützung dauert an, «ohne dass hierfür nachvollziehbar gesundheitliche Gründe» vorliegen, wie das Bundesgericht in seinem Urteil schreibt.

Bereits das Justiz- und Sicherheitsdepartement und das Kantonsgericht Luzern hatten die Wegweisung des Pakistani geschützt. Seine lange Anwesenheit – mehr als 27 Jahre – bewahrt in nicht davor. Auch die familiären Verhältnisse geben keinen Anspruch auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz.