Strassenverkehr

30'230 Stunden Stau: 2019 gab es wieder öfters verstopfte Strassen

Auf der A1 und der A2 in Zürich, Winterthur oder Luzern kommt es am häufigsten zu Stau. (Symbolbild)

Auf der A1 und der A2 in Zürich, Winterthur oder Luzern kommt es am häufigsten zu Stau. (Symbolbild)

Im vergangenen Jahr gab es auf den Nationalstrassen mehr Verkehr und auch die Staus nahmen gegenüber dem Vorjahr zu. Das Bundesamt für Strassen will nun für einen flüssigeren Verkehr sorgen.

(sku) Insgesamt legten Schweizer Autofahrer 27,8 Milliarden Kilometer auf Schweizer Nationalstrassen zurück. Das entspricht rund 100 Millionen Kilometer mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) am Donnerstag mitteilt. Dadurch nahmen auch die Staus nach einer leichten Abnahme im Vorjahr wieder zu, auf 30'230 Stunden. Hauptursache seien Verkehrsüberlastungen, gefolgt von Unfällen und Baustellen. Komme es auf den Autobahnen zu Stau, weiche der Verkehr auf das nachgelagerte Strassennetz aus. Dort stieg der Verkehr gemäss Astra 2019 noch stärker an.

Für die kommenden vier Jahre hat das Astra deshalb konkrete Massnahmen definiert, um den Verkehr flüssiger zu machen. So soll etwa das Verkehrsmanagement mit Geschwindigkeitsharmonisierung und einer Rampendosierung bei den Ein- und Ausfahrten der Autobahnen verbessert werden. Zudem wird ab 1. Januar 2021 das Rechtsvorbeifahren an Kolonnen erlaubt sein. Indem die Rettungsgasse und das Reissverschlussprinzip Pflicht werden, kann der Verkehr laut Astra ebenfalls besser fliessen. Um Staustunden zu verringern, setzt das Astra zudem auf die Verbesserung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Netzhierarchien.

Über die Projekte und deren Priorisierung entscheidet das Parlament. Es legt grundsätzlich alle vier Jahre fest, welche Projekte neu verwirklicht werden sollen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1