Wolf in der Schweiz

Walliser Staatsrat gibt zwei Wölfe zum Abschuss frei

Wildhüter dürfen zwei Wölfe erlegen

Wildhüter dürfen zwei Wölfe erlegen

Der Walliser Umweltdirektor Jacques Melly hat den Abschuss von zwei Wölfen bewilligt. Es handelt sich um je ein Raubtier im Chablais und im Zentralwallis. Auch die Gnadenfrist für den «Luzerner Wolf» ist abgelaufen.

Wie die Walliser Staatskanzlei mitteilte, traf Melly den Entscheid aufgrund eines Berichts der interkantonalen Wolfs-Kommission. Diese habe eine allgemeine Schadensbilanz erstellt und sei zum Schluss gekommen, dass die Abschusskriterien in beiden Regionen erfüllt seien.

Mitte Juli waren diese Kriterien für die Vorfälle im Chablais noch nicht erfüllt gewesen. Damals hatte Melly die Abschussbewilligung für das Raubtier verweigert, das im Val d'Illiez und angrenzenden Gebieten sein Unwesen treibt.

Auf Anhieb eindeutig präsentierte sich der Vorfall im Zentralwalliser Val des Dix. In der Nähe der berühmten Staumauer Grande Dixence hatte ein Wolf letztes Wochenende 15 Schafe gerissen.

In diesem Fall kam die 15er-Klausel des Wolfskonzepts zur Anwendung. Demnach darf eine Abschussbewilligung erteilt werden, wenn ein Schafzüchter nach einer ähnlichen Attacke im Vorjahr Herdenschutzmassnahmen getroffen hat, es aber dennoch zu 15 Rissen kommt.

Derweil ist die Gnadenfrist für den "Luzerner Wolf" abgelaufen. In der Nacht auf den Donnerstag hat er im Entlebuch drei weitere Schafe gerissen. Jetzt soll er abgeschossen werden - durch temporär ernannte Jagdaufseher. Bis zum 19. September muss er erlegt werden.

27 Schafe hatte der Wolf im Juli im Entlebuch gerissen. Am vergangenen Montag entschied die Interkantonale Kommission für das Management von Grossraubtieren Zentralschweiz-West den Abschuss, falls ihm noch ein weiteres Schaf zum Opfer falle. Diese Bedingung ist jetzt erfüllt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1