Schlieren

Verkehr fliesst auf der ersten Etappe

Umstellung: Der Verkehr auf der Badenerstrasse erfolgt über die beiden südlichen Spuren. Das neue Verkehrsregime gilt seit gestern. (dvk)

Zürcherstrasse Schlieren

Umstellung: Der Verkehr auf der Badenerstrasse erfolgt über die beiden südlichen Spuren. Das neue Verkehrsregime gilt seit gestern. (dvk)

Während Monaten herrschte auf der Zürcherstrasse in Schlieren ein spezielles Verkehrsregime – eine Durststrecke für die dortigen Unternehmen. Nun ist die Strasse wieder normal befahrbar.

Daniel von Känel

Abbiegen nur in eine Richtung, Bauabschrankungen und spezielle Verkehrsführungen: In den letzten Monaten war die Zürcherstrasse in Schlieren eine Baustelle. Doch seit gut einer Woche sind die Arbeiten grösstenteils abgeschlossen, die Strasse ist wieder ganz für den Verkehr freigegeben. Wie sich der Verkehrsfluss auf der «neuen» Strasse entwickelt hat, sei noch schwierig zu beurteilen, sagt der zuständige Bauleiter Thomas Schneebeli von Suisseplan Ingenieure AG. Es sei noch Ferienzeit, dann sei das Verkehrsaufkommen ohnehin nicht sehr gross.

Eine Beurteilung könne man dann vornehmen, wenn das Verkehrsaufkommen wieder grösser ist. Die Signalanlagen seien erst teilweise in Betrieb, einige Markierungsarbeiten seien noch im Gang. In etwa zwei Wochen, sagt Schneebeli, würden auch die letzten Fertigstellungsarbeiten abgeschlossen sein. Einen Einfluss auf den Verkehr hätten diese aber höchstens noch punktuell, der Verkehr fliesse normal.

Erschwert zugänglich

Die Sanierungsarbeiten zu spüren bekommen haben nicht nur die Autofahrer selbst, sondern auch jene, die über die Zürcherstrasse per Auto erreichbar sind: Geschäfte und Unternehmen. So ist auch Albert Schweizer von der Schlieremer Standort- und Wirtschaftsförderung froh, dass dieser Abschnitt nun fertig gestellt ist und wieder das normale Verkehrsregime herrscht. «Es war für die Unternehmungen dort eine Durststrecke», sagt Schweizer. Es sei bestimmt nicht einfach gewesen. Nun seien die Geschäfte und Unternehmen wieder normal zugänglich und die Situation wieder besser.

Verlagerung des Verkehrs

Die Zürcherstrasse zwischen Schlieren und Altstetten wurde seit November 2008 zurückgebaut. Waren es einst zwei Spuren pro Fahrtrichtung, sind es jetzt noch jeweils eine, die dem Individualverkehr zur Verfügung stehen. Eine Spur wurde für den öffentlichen Verkehr geschaffen.

Der Grund für die Reduktion: Der Durchgangsverkehr soll von der Zürcher- auf die Bernstrasse verlagert werden. Der Regierungsrat bewilligte für die Umsetzung einen Kredit von 10,1 Millionen Franken.

Die Reduktion wurde aber auch aus einem anderen Grund ins Gespräch gebracht: Verschiedene Raserunfälle haben sich auf dieser Strecke ereignet. Zwei junge Männer starben beispielsweise auf dieser Verkehrsachse im Januar 2007 nach einem Unfall aufgrund zu schnellen Fahrens.

Dieses Thema griffen auch Kantonsrätin Barbara Angelsberger, Präsidentin der FDP Schlieren, und die damalige Schlieremer Kantonsrätin Elisabeth Scheffeldt (SP) in einer Anfrage an den Regierungsrat auf, als der Rückbau der Strasse zwar versprochen, aber noch nicht in der Umsetzung war.

Keine typische Raserstrecke mehr

Der Rückbau der Zürcherstrasse ist vollzogen. Die Raserthematik, sagt Angelsberger heute, sei damit wohl erledigt, die Strecke sei in dieser Hinsicht nicht mehr attraktiv. In Bezug auf dieses Anliegen sei sie zufrieden. Was ihr allerdings überhaupt nicht gefalle, sei die Tatsache, dass eine Busspur geschaffen wurde und nicht bereits Schienen verlegt worden seien, um das Tram vom Farbhof Altstetten nach Schlieren zu verlängern.

Die Schienen würden ohnehin kommen - spätestens mit der Umsetzung der Stadtbahn, die durch das Limmattal gebaut werden soll.

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