Wie Kommunikationschef Heer Daniel Reist gegenüber a-z.ch/news bestätigt, wird die Aargauer und die Solothurner Bevölkerung zwischen dem 24. und dem 29. August immer wieder auf Soldaten treffen. «Es geht auch darum, dass die Bevölkerung merkt: die Armee ist noch da. Die Leute sind das ja nicht mehr gewohnt, überall Soldaten zu treffen», sagt Reist.

Hohe Gewaltbereitschaft im Innern

Simuliert wird folgendes Szenario: Im Ausland herrschen Unruhen, Flüchtlingsströme und Minderheiten aus dem Norden ziehen in die Schweiz. Durch die instabile Lage kommt es zu Sabotageakten, Plünderungen und Gewalttaten, ja sogar Attentaten. Auftrag der Armee sei es in einem solchen Fall, die Bevölkerung zu schützen und auch die Infrastruktur zu gewährleisten, so Reist.

Antreffen wird man die «Beschützer» vor allem bei Infrastrukturen wie Bahnhöfen, einem Kernkraftwerk, einem Zeughaus, oder beispielsweise einem wichtigen Standort wie der Hero Lenzburg. Gleichzeitig sollen aber auch Elektrizitätswerke und Strassen gesichert werden.

Was die ganze Übung «Protector» kostet, kann der Kommunikationschef Heer nicht abschätzen. «Aber es sollten keine grossen Zusatzkosten anfallen, da die Soldaten ja sowieso im Wiederholungskurs sind», meint Reist.

Lokales Gewerbe soll profitieren

Profitieren von dieser Übung wird also in erster Linie die Armee. Aber auch das lokale Gewerbe soll nicht zu kurz kommen. Reist: «Ganz sicher profitiert auch das Gewerbe von dieser Übung. Die Truppenküchen werden mit Lebensmitteln aus der Region gefüllt und die Soldaten gehen ja auch mal in den Ausgang.»

Ziel der ganzen Sache ist es also herauszufinden, ob jedes Rädchen im ganzen Prozess «Raumsicherung» auch wirklich greift. Und dies erfahre man nur mit dem Soldat und dem Fahrzeug im Einsatz. Zudem soll viel Information für die Bevölkerung bereit liegen. Von der «Armee in den Massen» wollen ja aber besonders die Kinder nur etwas: Militärschoggi und -biscuits. (wst)