Schrebergärten
Schrebergarten-Tag: Familienparadies am Stadtrand

Am Samstag öffnete der Familiengarten-Verein Dietikon seine Türen. Knapp 100 Hobbygärtner präsentierten Interessierten ihr ganz persönliches Paradies.

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Lorena Sauter

Lorena Sauter
Blühende Rosen in allen Farben, verschiedene Sträucher sowie Erdbeeren, Kürbisse und Peperoncini gedeihen im Garten von Beqir Shabani. Sein Gartenhaus ist liebevoll eingerichtet, der Schrebergarten sehr gepflegt. Shabani ist einer von knapp 100 Mitgliedern des Familiengarten-Vereins Dietikon. «Das Gärtnern ist mein Hobby. Täglich komme ich nach der Arbeit hierhin und verbringe zwei bis drei Stunden da», erzählt er und begrüsst gleich seinen Nachbarn mit einem aufgestellten «Hoi Andi, wie häsch es?»
Im Rahmen des «Tages der offenen Gartentür» lud der Familiengarten-Verein am Samstag Interessierte ein, hinter die Hecken und in die Gartenhäuschen zu schauen. Für einen gemütlichen Rahmen sorgten ein Festzelt, Grilladen, Süssigkeiten und Getränke. Auch einige Aussteller von Gartenmaschinen oder Pflanzenmitteln schlugen ihre Zelte auf.

Ein Glas Wein unter Nachbarn

Im 242 Aren grossen Areal herrscht eine angenehm friedliche Atmosphäre, die Leute kennen sich und jeder zeigt mit Freude und Stolz sein kleines Paradies. Und dazu haben die Mieter auch Grund: Jede einzelne Parzelle ist liebevoll gestaltet und mit Details wie Gartenzwergen, Torbogen oder Windrad individuell geschmückt. Für Recht und Ordnung sorgt der Arealchef Jürg Bucher. Obwohl die Regeln streng sind, menschelt es. «Wir sind nicht päpstlicher als der Papst», witzelt er und fügt an: «Wenn jemand feiert, heisst es oft, ich solle doch auch ein Gläschen mittrinken.»

Fröhliches Multi-Kult

Der Familien-Verein ist ideal für Familien mit Kindern sowie auch für Paare. So verschieden die Saaten in den Gärten, so verschieden auch die Mieter: «Hier leben viele unterschiedliche Nationen zusammen, eine gute Durchmischung», freut sich Bucher. Ihm ist es wichtig, dass sich auch eine vierköpfige Familie einen Schrebergarten leisten kann. m die Verkaufspreise der Gartenhäuschen an Nachmieter so gering wie möglich zu halten, gründete er vor einigen Jahren die Schatzungskommission.

So kostet ein Häuschen nicht mehr zehntausend Franken wie früher, sondern nur noch zwischen tausend und zweitausend. Nebst dem Haus und der jährlichen Miete von 150 Franken pro 200 Quadratmeter grosse Parzelle, wird auch sonst viel investiert. «Pro Jahr muss man schon mit zwei bis dreihundert Franken rechnen. Wird renoviert oder neu investiert, werden es schnell mal tausend», erzählt Karin Margadant, die ebenfalls im Vorstand des Vereins ist. Doch die Liebe zur Natur und die frische Luft macht jeden Aufwand wieder wett, sind sich die Gartenfans eining.

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