Sauna

Saunafans müssen länger frieren

Montag den Frauen, Donnerstag den Männern - wenn die Sauna denn mal gebaut ist: Rheinbadehaus Breite.

Rheinbadehaus

Montag den Frauen, Donnerstag den Männern - wenn die Sauna denn mal gebaut ist: Rheinbadehaus Breite.

Statt wie vorgesehen diesen Winter, wird der Saunabetrieb des Rheinbadhauses Breite erst 2010 starten – wenn überhaupt.

Yen Duong

Das Rheinbadhaus Breite soll nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter für unvergessliche Stunden am Rhein sorgen. Gewiss kostet Rheinschwimmen im Winter viel Überwindung - nach einem Saunabesuch könnte der Sprung in den kalten Bach aber leichter fallen. Das dachte sich auch der Verein Rheinbad Breite. Letzten Februar wurde im Kantonsblatt Basel-Stadt publiziert, dass das Rhybadhysli Breiti einen Winterbetrieb plant, und zwar in Form einer Saunanutzung.

Wäre alles nach Plan gegangen, hätten sich Saunafans bereits ab diesen Monat und bis April nach dem Schwitzen direkt im Rhein abkühlen können - aber eben, wenn: «Der Saunabetrieb wird wahrscheinlich erst im Winter 2010 Realität», sagt Dominik Hächler vom Rhybadhysli Breiti auf Anfrage der bz. Denn gegen die geplante Saunanutzung erhob ein Anwohner beim Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt Einsprache. Der Anwohner hat laut Hächler architektonische Bedenken.

Im Juni jedoch wurde die Einsprache abgewiesen, und das Rhybadhysli Breiti erhielt die nötige Baubewilligung. Der Anwohner liess aber nicht locker und legte gegen diese Baubewilligung Rekurs ein. Derzeit beschäftigt sich die Baurekurskommission mit diesem Thema. Vor zwei Wochen fand mit ihr eine Begehung beim Rhybadhysli Breiti statt. «Wir warten nun auf den Entscheid und frieren noch einen Winter weiter», meint Hächler enttäuscht.

Platz für acht Personen

Der Beschluss der Kommission sollte demnächst eintreffen, dennoch würde es wegen der ganzen Vorbereitungsphase nicht mehr für diesen Winter reichen, wie Hächler betont. Er ist aber guter Dinge, dass es mit der Bewilligung doch noch klappe. Isabelle Rihm, Mediensprecherin des Bau- und Verkehrsdepartements, will sich nicht dazu äussern. Es handle sich schliesslich um ein laufendes Verfahren, wie sie sagt.

Das Projekt hört sich verlockend an: Die geplante finnische Sauna soll Platz für acht Personen bieten, ein kleines Fenster ermöglicht den Blick auf den Rhein. Zudem sollen zwei Jurten aufgestellt werden, diese sind für den Empfang und Ruheraum vorgesehen. Ein Saunabesuch kostet 25 Franken - inklusive Saunatuch, Bademantel und Finken. Auch Früchte und ein Getränk sind im Preis inbegriffen. Vorgesehen sind auch nach Geschlechtern getrennte Tage. So soll der Montag den Frauen und der Donnerstag den Männern gehören.

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