Paula O. will in der Schweiz bleiben

Die wegen Irreführung der Rechtspflege zu einer bedingten Geldstrafe verurteilte Brasilianerin Paula O. hat ein Verlängerungsgesuch für die Aufenthaltsbewilligung eingereicht. Sie möchte in der Schweiz bleiben.

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Der Bauch der angeblich durch Neonazi verletzen Brasilianerin

Der Bauch der angeblich durch Neonazi verletzen Brasilianerin

Keystone

Ob Paula O. das Urteil des Bezirksgerichts Zürich anfechten wird, ist noch offen. Dies berichtete der «Tages-Anzeiger» in seiner Samstagausgabe.Die 27-Jährige hatte sich im vergangenen Februar mit einem Messer rund 200 Schnittverletzungen zugefügt, zum Teil dabei das Kürzel «SVP» in die Haut geritzt. Danach gab sie an, beim Bahnhof Zürich Stettbach Opfer einer Neonazi-Attacke geworden zu sein. Zudem erklärte sie, mehrere Tritte in den Bauch erhalten zu haben und dadurch ihre ungeborenen Zwillinge verloren zu haben. Spätere Analysen schlossen jedoch eine Schwangerschaft aus.

Laut einer Sprecherin des kantonalen Migrationsamtes wird bei einer Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung in erster Linie überprüft, ob der ursprüngliche Aufenthaltszweck noch erfüllt ist. Im Fall von Paula O. gehe es darum, ob sie noch eine Arbeitsstelle hat. Dies trifft laut «Tages-Anzeiger» nicht mehr zu. Ihr befristetes Arbeitsverhältnis sei beendet. (LIZ)