Vom Transporter hätten die sechs Milliarden Pesos auf ein Flugzeug verladen werden sollen. Das Wachpersonal von Geldtransportern darf auf dem Flughafengelände keine Waffen tragen. Offenbar zeigten sie gefälschte Ausweise des Flughafenpersonals vor, um in das abgesicherte Gelände zu gelangen, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete.

Die Verbrecher flüchteten mit dem Geld in den zwei Autos, mit denen sie auf die Landebahn gefahren waren, schrieb die Zeitung "La Tercera". Reisende bemerkten nichts von dem Überfall.

Die Räuber warfen Nägel auf die Strasse hinter sich, um eine Verfolgung zu verhindern. Die Polizei untersucht, ob ein in Brand gestecktes Auto auf der Autobahn nach Valparaíso eines der Fluchtautos war, wie der Rundfunksender Bío Bío meldete.

Suche nach Komplizen

Auch wird unter dem Flughafenpersonal nach Komplizen gefahndet. Diese könnten möglicherweise die Information zum Geldtransport weitergeleitet und den Tätern zu Ausweisen verholfen haben. Der Geldtransport auf dem internationalen Flughafen Arturo Merino Benítez wurde vorläufig ausgesetzt.

Nach Polizeiangaben handelte es sich um die grösste Beute eines Überfalls in Chile, wie "La Tercera" berichtete. Der bislang grösste Raub war auf sehr ähnliche Weise 2006 auf demselben Flughafen verübt worden, als eine Milliarde Pesos ebenfalls von einem Geldtransport gestohlen wurden.