Seit rund einem Jahr hat Deidre Larkin so etwas wie eine Trainingsroutine. Sie steht morgens um 5.15 Uhr auf, macht ihre Aufwärmübungen bis 6.15 Uhr und startet dann ihre Laufrunde, meist acht bis neuen Kilometer.

Man könnte also meinen, die 85 Jahre alte Dame mache schon ihr Leben lang Sport. Doch in Wirklichkeit hat es die ehemalige Konzertpianistin aus Randburg, Johannesburg, 2010 zum ersten Mal mit Laufen «versucht», wie sie sagt. Grund: Wegen beginnender Osteoporose wollte sie etwas für ihre Knochen tun.

«Das macht bestimmt Spass»

Allmählich machte sie Fortschritte. Und dann hörte sie von einem Lauf in ihrer Gegend. «Ich dachte: Das macht bestimmt Spass, ich schaue mir das mal an», sagt Larkin im Beitrag von CCTV+.

Heute läuft die Südafrikanerin etwa 60 Rennen im Jahr und hat eine ganze Wand voller Medaillen. Zahlreiche Läufe hat sie als Beste in ihrer Kategorie beendet und mehrere Weltrekorde gebrochen. «In den letzten sieben Jahren hat sich mein Leben dramatisch verändert», sagt sie. Sehr zum Guten, wie es scheint.

«So etwas wie eine Superheldin»

«Sie war schon immer so etwas wie eine Superheldin», sagt Sohn Richard Larkin über seine Mutter. Nicht in erster Linie mit dem Körper, sondern mit ihrem eisernen Willen habe sie es so weit gebracht.

Sohn und Tochter begleiten die Mutter bei ihrem Training für ihre nächste Herausforderung: der Two Oceans Halbmarathon (21,1 Kilometer) am Ostersamstag in Kapstadt, Südafrika.

Letztes Jahr wurde sie Vierte, dieses Jahr will sie Dritte werden. «Doch die Leute kommen sogar von Übersee, so viele gute Läufer – ich habe also meine Zweifel, aber ich werde es versuchen.» (smo)