Stärne-Wiehnacht
Langenthal ist nicht Bethlehem

Wie es damals war, bei der Geburt des Christkindes, diese Geschichte erzählten die Arbeitsgemeinschaft für offene christliche Jugendarbeit und die EVP.

Drucken
Teilen
Stärne-Wiehnacht
3 Bilder
Wo ist die Wüste? Wo ist die Wüste?: Anstelle Hitze mussten die Kamele Kälte ertragen.
Bei den Hirten Bei den Hirten: Wesentlich gemütlicher hatten es da die Schafe; für sie gab es ein Platzkonzert.

Stärne-Wiehnacht

az Langenthaler Tagblatt

Julian Perrenoud

Zur falschen Zeit am falschen Ort: Die drei Kamele standen mitten in der Gasse; von Wüste und Wärme keine Spur. Das Bethlehem vor 2009 Jahren ist die Stadt Langenthal von heute. Zumindest für gestern Nachmittag. Während also die Kamele im Schneegestöber schlotterten, sprachen die drei Weisen aus dem Morgenland bei König Herodes vor. Der hatte es sich derweil auf seinem Thron unter dem Choufhüsi gemütlich gemacht.

Zuvor musste die Karawane den vorbeirauschenden Bussen Platz machen - auch derlei gab es im alten Bethlehem nicht. Die Kamele harrten der Dinge, die da kamen: Schnupperten an kleinen Kinderhänden, liessen sich streicheln und blickten geduldig in die blitzenden Kameras.

Nur der Ochse fehlte

Wohler werden sich die Schafe im notdürftig zusammengestellten Gehege gefühlt haben: Auf Stroh gebettet, dösten sie dahin, besäuselt vom weihnächtlichen Spiel einiger dick eingepackter Bläser. Der Stall des Christkindes war aus Strohballen und Militärblache hergerichtet, darunter verbargen sich Maria und Joseph. Der Ochse fehlte zwar, dafür trotteten gleich zwei Esel durch die Gassen.

Mit grossen Augen verfolgten die Kinder das ungewöhnliche Treiben, fieberten mit. Dass das kalte Langenthal nicht im Westjordanland liegt, und 2009 nicht das Jahr 0 ist, wird ihnen in diesem Moment herzlich egal gewesen sein.

Aktuelle Nachrichten