Wiedlisbach
Junge Sportart – junge Helfer

Im Wiedlisbacher Längwald organisierte eine Familie mit rund 30 Freunden und Bekannten einen Hunde-Cross mustergültig. Das Schöne daran ist, dass sich dabei eine grosse Anzahl junger Leute als Mithelfer engagiert einsetzte.

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Hundebiathlon

Hundebiathlon

Berner Rundschau

Armin Leuenberger

Bei der Schiessanlage «Chleihölzli» in Wiedlisbach und im angrenzenden Längwald fand die zweite Qualifikationsprüfung für die im November in Stäfa stattfindenden Schweizer Meisterschaften im Sporthunde-Cross statt. Sporthunde-Cross ist eine junge Sportart, bei welcher die Harmonie und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund im Vordergrund steht. Der Anlass stand unter dem Patronat des Schweizer Sporthunde-Cross Vereins (SSCV), der erst vor einem halben Jahr gegründet wurde.

Familienunternehmen

Das Aussergewöhnliche an diesen Ausscheidungen war, dass nicht ein Hundesportverein für die Durchführung verantwortlich zeichnete, sondern die Oberbipper Familie von Büren, mit einer Gruppe von Bekannten und Freunden. Die noch nicht 18 Jahre alte Tochter Rebekka zeichnete als OK-Präsidentin verantwortlich, unterstützt von ihren Eltern und der Schwester.

Sie wagte sich trotz dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit ihrem Hund «Hemp» auch noch selber auf den Parcours und siegte mit ihm prompt in der Kategorie D. Damit hat sich die Gymnasiastin nach ihrem Erfolg in der ersten Qualifikation vom März in Hinwil für den Final vom November in Stäfa qualifiziert.

Die rund 80 Paare, darunter 20 Jugendliche, welche im «Chleihölzli» an den Start gingen, rekrutierten sich fast aus allen Teilen der Schweiz. Bei den acht Posten im Längwald schauten die Organisatoren darauf, dass der Parcours nicht zu eng gewählt wurde und den Paaren so genügend räumliche Freiheit liess.

Marianne von Büren, selber Hundeinstruktorin mit zweijähriger Ausbildung, betont: «Sporthunde-Cross soll nicht nur leistungsorientiert sein, sondern die gute Harmonie zwischen Mensch und Tier fördern.» Die eingebauten Hindernisse auf dem abwechslungsreichen, acht Kilometer langen Parcours waren wie von den Aktiven bestätigt fair, aber anspruchsvoll angelegt.

Bereits sind die ersten Sporthundesportler in Klubs organisiert. So gehört die zwölf Jahre alte Tamarith Schlunegger aus Forst-Längenbühl dem Canin Cross Laufteam Thun an. Mit ihrer zweieinhalbjährigen Leonberger Hündin Aischa, einer sanften, aber auch recht eigensinnigen Hundedame, belegte sie in ihrem erst vierten Wettkampf einen Platz auf dem Podest.

Geladen für den Wettkampf

Den Tagessieg erkämpfte sich der Thuner Daniel Schärer. Der 22-jährige angehende Humanmedizinstudent absolvierte mit seinem jungen Malinoi Basko den Parcours in weniger als einer halben Stunde.

Führer und Hund, beide sehr laufstark, haben kürzlich die Hundeführer-RS absolviert und nehmen demnächst an einem Hundebiathlon in Holland teil. «Basko spürt jeweils den Wettkampf förmlich und ist dann entsprechend geladen», freute sich der Sieger, der auch schon an der ersten Qualifikation triumphierte.

Sporthunde-Cross, ähnlich dem in der Region bekannten Hundebiathlon von Militär, Polizei, und Zoll vom Waffenplatz Wangen-Wiedlisbach, ist auch für die Zuschauer eine sehr attraktive Sportart.

Vom 12. bis 18. Juli 2009 findet im Kurs- und Sportzentrum an der Lenk wieder ein Trainingslager für Sporthunde-Cross statt. Es hat noch einige Plätze frei. Anmeldung an Ursula Friedli, Grüningerstr. 36, 8624 Grüt. E-Mail urfried@bluewin.ch