Mitte Juli hatte sich sein 125 Kilometer vor der Insel Sulawesi verankertes Fischerboot im Sturm losgerissen. Die Aufgabe des 18-Jährigen war es, allein auf dem Schiff dafür zu sorgen, dass die Lampen zum Anlocken von Fischen nicht ausgingen. Der Schiffseigner kam wöchentlich vorbei, um Lebensmittel und Trinkwasser zu bringen.

Die als "Rompong" bekannten flossartigen Boote werden in Indonesien traditionell zum Fischfang eingesetzt. Viele der mit Netzen ausgestatteten Boote sind unbemannt, sie haben weder Motoren noch Ruder. Allein Adilangs Chef soll etwas 50 Rompongs besitzen.

Adilangs Mutter Net Kahiking sagte: "Sein Chef sagte meinem Mann, dass er vermisst wird. Da haben wir uns Gott anvertraut und viel gebetet." Der Teenager hatte nur für ein paar Tage Vorräte.

Adilang überlebte, weil er Fische briet und Wasser aus seiner durchnässten Kleidung saugte, wie der indonesische Generalkonsul in Osaka, Mirza Nurhidayat der Zeitung "Jakarta Post" sagte. Als dem Teenager das Gas für den Kocher ausging, verbrannte er demnach die Holzbrüstung seines Bootes.

Nach Angaben eines anderen Diplomaten hatte der 18-Jährige mehr als zehn Schiffe vorbeifahren sehen, keines von ihnen habe jedoch angehalten oder ihn bemerkt. Erst am 31. August empfing bei Guam ein Schiff unter der Flagge Panamas ein Notsignal des unterernährten Adilang auf, wie die "Post" berichtete.