3128 Betriebe haben die Aargauer Lebensmittelkontrolleure letztes Jahr besucht. Und dabei nicht immer nur Appetitliches vorgefunden. An der Qualität der Lebensmittel liegt es nicht. Diese ist grundsätzlich gut, wie Claudius Gemperle, stellvertretender Leiter der kantonalen Lebensmittelkontrolle festhält.

Weniger genau nehmen es die Betriebe allerdings mit anderen Vorschriften. Bei allen zehn besuchten Drogerien und Apotheken beanstandeten die Inspektoren unerlaubter Produkte-Anpreisungen. Auch bei den Preisangaben nahmen es die Betriebe nicht so genau, vor allem bei Sonderverkäufen nicht. Drei Viertel der 46 untersuchten Betriebe agierten mit täuschenden Vergleichspreisen.

Sind bei Bäckern die Waagen kaputt?

Viele Betriebe zeigten sich uneinsichtig und änderten ihre die Kundschaft irreführende Praxis nicht, hält das Amt im Jahresbericht deutsch und deutlich fest.

Eine grosse Überraschung setzte es bei den Bäckern ab. Jeder zwei verkauft ungewichtiges Brot. «Die Beanstandungsquote ist hoch», erklärt Gemperle gegenüber Radio Argovia. Beim einen oder anderen handle es ich auch um absichtliche Täsuchen. In den meisten Fällen sei aber mangelnde Sorgfalt Grund für den Verstoss.

Die Kontrollen zeigen noch etwas anderes: Saisongemüse ist viel gesünder als nicht saisonales Günzeug. Im Sommer gab es bei Salaten keine einzige Bestandung wegen zu hohen Pestizidrücktänden, im Winter dagegen waren bei jedem zweiten Salat zu viele Pestizide enthalten. «Es lohnt sich daher auf Saisongemüse zu achten», so Gemperle. (rsn)