Zürich
Internet-Bürgerwehr jagt Zürcher Chaoten

Die gewalttätigen Ausschreitungen vom letzten Samstag in Zürich haben politische Folgen: Der Stadtzürcher SVP-Fraktionschef Mauro Tuena und betroffene Gewerbler wollen Fotos der Chaoten und Aufnahmen von Überwachungskameras ins Internet stellen, wie die Zeitung «Sonntag» berichtet.

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Mit dem virtuellen Pranger soll der Druck auf die Polizei erhöht werden, selber in diese Richtung aktiv zu werden. «Ich werde anlässlich der nächsten Gemeinderatssitzung einen Vorstoss einreichen und fordere darin die Polizei auf, entsprechende Bilder und Aufnahmen zur Fahndung im Internet zu veröffentlichen», kündigt Tuena gegenüber «Sonntag» an: «Wenn Straftäter unter 18 Jahren darunter sind, müssen die Eltern den Schaden bezahlen. Zusätzlich sollen die Jugendlichen zu gemeinnützigen Arbeiten verdonnert werden.»

Rückhalt für das Vorgehen kommt von Jakob Büchler (CVP/SG), Präsident der nationalrätlichen Sicherheitskommission: «Die Veröffentlichung von Täterfotos im Internet ist richtig.» Die Zerstörungswut war enorm, wie eine neue Schätzung zeigt: «Zurzeit sind Schadenmeldungen von rund einer halben Million Franken eingegangen», sagt Marco Cortesi, Medienschef der Stapo Zürich.