Bezirksrichterwahlen

In Brugg ist eine stille Richterwahl in Sicht

Mario Etzensberger

Mario Etzensberger

Thomas Wymann und Adrian M. Kerkhoven treten nicht zum zweiten Wahlgang an. Damit ist Mario Etzensberger, der Kandidat der FDP, so gut wie gewählt.

Louis Probst

Bei der Ersatzwahl für den frei werdenden Sitz am Bezirksgericht Brugg zeichnet sich eine stille Wahl ab. Sowohl der Kandidat der SVP, Thomas Wymann, wie auch der parteiunabhängige Kandidat, Adrian M. Kerkhoven, werden nicht zu einem zweiten Wahlgang antreten.

Damit ist Mario Etzensberger, der Kandidat der FDP, so gut wie gewählt. Er hatte im ersten Wahlgang zwar das beste Resultat erzielt, aber das absolute Mehr verfehlt. Mario Etzensberger hatte nach der Wahl erklärt, dass er sich einem zweiten Wahlgang stellen werde.

«Ich ziehe meine Kandidatur zugunsten von Mario Etzensberger zurück», sagt Thomas Wymann. «Ich habe zwar ein sehr gutes Resultat erzielt. Die SVP ist von den Wählerinnen und Wählern im Bezirk Brugg wahrgenommen worden. Meiner Meinung nach macht es jedoch keinen Sinn, mich nochmals einer Wahl zu stellen. Dadurch würde bloss der Steuerzahler belastet. Ich werde mich aber bei den nächsten Gesamterneuerungswahlen des Bezirksgerichtes wieder zur Verfügung stellen. Und ich hoffe natürlich dannzumal auf die Unterstützung der bürgerlichen Parteien.»

Adrian M. Kerkhoven, der parteiunabhängige Kandidat, teilt in einem Communiqué mit: «Einmal mehr habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, sich auch in der Schweiz und nicht nur im Ausland für eine wandlungsfähige und lebendige Zivilgesellschaft zu engagieren. Dass Kandidaten ohne ideelle oder finanzielle Unterstützung spezifischer Interessengruppen je nach Kandidaten- und Machtkonstellation Chancen haben, Richter zu werden, ist mir wichtig und freut mich. Ich werde mich, zumindest für diesen zweiten Wahlgang, nicht zur Verfügung stellen.»

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