«Eiskalter Mord»

Hier flüchtet ein Zirkuszebra über die Autobahn – doch dann nimmt die Geschichte ein böses Ende

Entlaufenes Zebra auf Autobahn erschossen

Entlaufenes Zebra auf Autobahn erschossen

In Norddeutschland ist ein Zebra aus einem Zirkus entlaufen. Für seine Flucht wählte es die Autobahn, wo es wegen dem Tier zu Unfällen kam.

Am Mittwoch sind zwei Zebras aus einem Zirkus in Deutschland ausgebüxt. Eines davon flüchtete über die Autobahn und brachte den Verkehr zeitweise zum Erliegen. Experten der Feuerwehr haben das entlaufene Tier erschossen. Der Zirkusdompteur spricht von einem «eiskalten Mord».

Zeitweise trabte es am Vormittag über die Autobahn 20. Als ein Autofahrer wegen des Zebras mit Namen Pumba stark bremste, kam es zu einer Kollision mit einem parallel fahrenden Wagen. Menschen wurden dabei nicht verletzt, die Autobahn jedoch zeitweise gesperrt.

Zebra Pumba floh, wobei es über die Motorhaube eines Autos stieg, einen Streifenwagen demolierte und einen Polizisten leicht verletzte. Als das Tier später auf einem Acker entdeckt wurde, versuchte der zuständige Zirkusdompteur vergeblich, das Zebra unter Kontrolle zu bringen. Weder er noch die von der Polizei um Amtshilfe gebetene Tiernotrettung der Feuerwehr Rostock hatten Erfolg.

«Kein Grund für tödliche Schüsse»

Letztendlich wurde auf das Tier geschossen, wodurch es verendete. Zirkusdompteur Angelo Madel spricht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einem «eiskalten Mord». Es habe keinen Grund für die tödlichen Schüsse gegeben. 

Stattdessen habe er sich vorher mit der Polizei darauf geeinigt, Zebra Pumba mit Betäubungsgewehren zu stoppen. Doch dann habe ein Mann von der Tierrettung der Feuerwehr geschossen. «Pumba war keine Gefahr für Mensch oder Tier», sagt Madel. Er will nun eine Anzeige gegen den Schützen prüfen.

Die genauen Umstände müssten noch geklärt werden, erklärte die Polizei. Das zweite Zebra war noch in der Nacht eingefangen und zurück in den Zirkus gebracht worden. (sda/sam)

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