Susanne Hörth

Zum «Bau» einer neuen Gemeinde gehört auch das Bereitstellen der notwendigen Infrastruktur. Läuft alles nach Plan, wird das Verwaltungsteam der Fusionsgemeinde Mettauertal bereits im Juli 2011 das neue Verwaltungsgebäude im Ortsteil Mettau beziehen können. Mit einem «Hammerschlag» leitete der Gemeinderat am Montagnachmittag die nicht ganz ein Jahr dauernden Bauarbeiten vom ehemaligen Schulhaus zum künftigen Verwaltungszentrum ein.

Robert Keller, Vizeammann von Mettauertal und Präsident der Baukommission «Zentralverwaltung», liess den Blick kurz in die noch gar nicht weit zurückliegende Vergangenheit schweifen. Im Herbst ging das Fricker Architekturbüro Bäumlin+John AG als Sieger aus dem ausgeschriebenen Studienauftrag hervor.

Grünes Licht im April

Eine daraufhin eingesetzte Baukommission erarbeitete in rund 20 Sitzungen und Begehungen die Detailplanungen für den Umbau. Im April dieses Jahres erteilte die Mettauertaler Bevölkerung dem Baukredit von 2,7 Millionen Franken grünes Licht. Anstelle der erstgeplanten Trockenschnitzelheizung wird eine Grünschnitzelheizung realisiert. Die Mehrkosten von 250000 Franken übernimmt die Ortsbürgergemeinde.

Am geplanten Wärmeverbund sollen neben dem Verwaltungsgebäude und der Turnhalle auch private Liegenschaften angeschlossen werden. Die Heizzentrale mit externem Schnitzelbunker wird ins alte Feuerwehrmagazin ausgelagert. Interesse an dem Wärmeverbund hat auch die Kirchgemeinde für das Pfarrhaus bekundet. «Ein Anschluss ist hier aufgrund der Distanz und der damit verbundenen zu hohen Kosten nicht möglich», so Keller.

Böse Überraschungen

«Wir haben im Rahmen der Sondierarbeiten auch Überraschungen erlebt», machte Robert Keller deutlich, dass ein Altbau seine Tücken haben kann. Da war zum einen eine nicht auffindbare Wasserleitung. Spezielle Massnahmen erfordert das Feststellen von Asbest beim Fensterkitt und einem Bodenbelag. Die «Überraschungen» resultieren mit Mehrkosten von insgesamt 30000 Franken.

Klare Gliederung

Architekt Markus Vögeli erklärte, dass bis Ende Jahr die Rohbau- und Dachstuhlarbeiten abgeschlossen und die Fenster ersetzt worden sind. Im neuen Jahr geht es dann mit den Ausbauarbeiten weiter. Äusserlich erfährt das dominante Gebäude nur beim Eingangsbereich eine wesentliche Veränderung.

Dank einer Rampe im Aussenbereich und einer Liftanlage im Inneren ist die gesamte Verwaltung rollstuhlgängig. Im Erdgeschoss wird die Gemeindeverwaltung zu finden sein, im Obergeschoss ist der Finanzbereich untergebracht und das Dachgeschoss dient in erster Linie der internen Nutzung sowie dem Forstteam.