Google
Google verletzt Datenschutz

Der neue Internetdienst von Google funktioniert noch nicht einwandfrei.

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Street View

Street View

Keystone

Oliver Baumann

Gestern hat der kalifornische Internetriese Google das Programm Street View für die Schweiz aufgeschaltet. Der Internetdienst ermöglicht es den Nutzern, in grösseren Städten des Landes Strassenzüge virtuell abzuschreiten. Dafür hat Google Hunderte von Strassenkilometern mit einer eigens konstruierten Spezialkamera abgelichtet.

Im Vorfeld der Lancierung hat sich Google gegenüber dem eidgenössischen Datenschutzbeauftragten verpflichtet, Bilder von zufällig fotografierten Personen und Autokennzeichen unkenntlich zu machen. Doch dies geschieht längst nicht in jedem Fall, wie LiZ-Recherchen zeigen.

Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür wollte sich gestern noch nicht dazu äussern, ob Google die von ihm verlangten Auflagen in jedem Fall erfülle. Er versprach aber, Beanstandungen gegen den neuen Google-Dienst ernst zu nehmen und allfällige Verstösse gegen den Datenschutz beheben zu lassen.

Noch deutlicher wird Bruno Baeriswyl, der Präsident der Vereinigung der Schweizerischen Datenschutzbeauftragten. Google, sagte Baeriswyl gegenüber der LiZ, habe ein Produkt auf den Markt gebracht, dass noch nicht ausgereift sei.