Freiamt
Freiämter offen für Alternativmedizin

Freiämter Komplementärmediziner erwarten keinen Boom in ihrer Praxis, wenn die Krankenkasse Leistungen der Komplementärmedizin in die Grundversicherung aufnimmt. Ihre Dienste werden auch so schon gut nachgefragt.

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Alternativmedizin

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Eddy Schambron

Die Freiämterinnen und Freiämter begegnen Naturheilverfahren und der Komplementärmedizin mit Offenheit. Das stellt Franziska Blatter, dipl. Akupunkteurin, in Wohlen fest. Die Patientinnen und Patienten sind verantwortungsbewusst, bestätigt Werner Zbinden, dipl. klassischer Homöopath in Bremgarten.

Die Abstimmung über die Aufnahme von Komplementärmedizin in die Grundversicherung der Krankenkassen zeigt, dass das Vertrauen der Bevölkerung in alternative Heilmethoden gross ist. Auch im Freiamt. «Wenn die Schulmedizin nicht zum gewünschten Erfolg führt, wächst das Interesse an alternativen Heilmethoden», stellt Franziska Blatter aus Wohlen fest.

Zusatz behalten

Von der Aufnahme gewisser Verfahren der Komplementärmedizin in die Grundversicherung hat sie nichts. «Für uns Therapeutinnen und Therapeuten ohne Medizinstudium ändert sich nichts, unsere Honorare werden auch künftig nur von den Krankenkassen bezahlt, wenn eine entsprechende Zusatzversicherung besteht. Das ist vor der Abstimmung nicht wirklich kommuniziert worden.» Blatter ist aber froh, dass mit der Abstimmung auch zum Ausdruck gekommen ist, dass Komplementärmedizin neben der Schulmedizin ihren berechtigten Platz hat. «Unsere Arbeit wird auch von Schulmedizinern zunehmend anerkannt», stellt sie fest.

Mitdenken

«Es sind Menschen, die einen anderen Weg suchen», sagt der Bremgarter Homöopath Werner Zbinden über seine Patientinnen und Patienten. Sie würden nicht blind der Schulmedizin vertrauen, sondern verantwortungsbewusst mitdenken. So soll es seiner Ansicht nach auch sein: «Schulmedizin und Komplementärmedizin sollen ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander pflegen.» Das, davon ist Werner Zbinden genauso überzeugt wie Franziska Blatter, muss für die Versicherungsnehmerinnen und -nehmer nicht teurer werden, denn die Komplementärmedizin sei oft günstiger als die Schulmedizin.

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