«4000 bis 5000 Jugendliche werden ohne Lehrstelle sein.» Das sind 4 bis 5 Prozent aller Jugendlichen, die an einer Lehrstelle interessiert sind. Im letzten Jahr waren noch knapp 4000 Schulabgänger leer ausgegangen. Für das nächste Jahr erwartet Renold, dass sich die Lehrstellensituation verschlechtert. «Der Lehrstellenmarkt könnte einbrechen, namentlich bei kaufmännischen Berufen, der Informatikbranche und im Verkauf.» Sollte das eintreffen, wollen Bund und Kantone den Schulabsolventen ohne Lehrstelle mit zusätzlichen Überbrückungsangeboten helfen. Gleichzeitig verstärkt der Bund die Anstrengungen, Angebot und Nachfrage auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt besser in Einklang zu bringen. «Wir brauchen viel mehr Ausbildungsplätze im Gesundheits- und Sozialbereich», sagt Ursula Renold. «Sonst laufen wir in einen gigantischen Pflegenotstand hinein.» Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie hat jetzt die Gesundheitsdirektoren, den Spitalverband H+ und die Heimverbände dazu aufgerufen, im Gesundheitsbereich mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Und Volkswirtschaftsdirektorin Doris Leuthard wird hierzu in diesem Jahr eigens eine Lehrstellenkonferenz einberufen.