Einem Wunsch gefolgt

Für 333 000 Franken will der Birmensdorfer Gemeinderat in allen Quartieren Tempo 30 einführen. Dagegen wehrt sich die Rechnungsprüfungskommission. Sie findet den Betrag zu hoch.

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Limmattaler Zeitung

Christian Murer

Verminderter Durchgangsverkehr, bessere Wohnqualität und sicherere Schulwege - das sind die wichtigsten Ziele, die der Birmensdorfer Gemeinderat mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 auf den Gemeindestrassen erreichen will. Dies erklärte Sicherheitsvorstand Reto Derungs anlässlich eines Informationsabends im Gemeindezentrum Brüelmatt. «Die Einführung von Tempo 30 hat sich an vielen Orten im Kanton Zürich bestens bewährt. Deshalb gibt es dort nur Gewinner», betonte Derungs gegenüber den rund 60 Anwesenden.

Initiative aus der Bevölkerung

Der Gemeinderat folgt mit seinem Vorhaben damit einem Begehren aus der Bevölkerung. «Der Wunsch nach Verkehrsberuhigung in den Quartieren und teilweise auch auf den Hauptachsen ist von den Anwohnern an uns herangetragen worden», so Derungs. Zudem habe der Gemeinderat im Juni eine Petition mit sechzig Unterschriften aus dem Haslen- und Sternenquartier erhalten.

Als Erstes soll Tempo 30 im Gebiet Lettenmatt/Schwerzgrueb/Wulikon und Geren eingeführt werden. Dies, so Derungs, soll als Pilotquartier für das geplante Projekt dienen.

Abgestimmt wird über die Vorlage zum neuen Verkehrskonzept an der Gemeindeversammlung vom 25. September. Bereits jetzt hat sich aber Widerstand gegen das Projekt formiert. So steht die Rechnungsprüfungskommission dem Vorhaben kritisch gegenüber und

empfiehlt das Geschäft zur Ablehnung, weil ihr die Kosten von insgesamt 333 000 Franken als zu hoch erscheinen.