Gewerbe-Expo Obfelden
«Ein lebendiges Gewerbe prägt die Gemeinde»

Für Gemeindepräsident Thomas Ammann ist sie «die beste Gewebeschau», für Hans Rutschmann, den Präsidenten des kantonalen Gewerbeverbandes (KGV), «eine beeindruckende Präsentation». Die Redner an der Eröffnung der Obfelder Gewerbe-Expo bedienten sich nach einem Rundgang der Superlativen.

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«Ein lebendiges Gewerbe prägt die Gemeinde»

«Ein lebendiges Gewerbe prägt die Gemeinde»

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Werner Schneiter

In der Sypre Bar on Tour im Festzelt traten sich am Donnerstagabend Gäste und Aussteller anlässlich der Eröffnung der Obfelder Gewerbe-Expo fast auf die Füsse. Der Klang der Apéro-Gläser mischte sich in die angeregte Unterhaltung. Aussteller prosteten sich entspannt zu: Sie hatten es geschafft, innert weniger Tage eine sehenswerte Ausstellung auf die Beine zu stellen. Mit grossem Einsatz, Ideen und mit Muskelkraft. Und Letzteres brauchte es auch beim eigentlichen Eröffnungsakt: Während andernorts das Durchschneiden eines Bandes Tradition hat, zersägten OK-Präsident Werner Schoch und Jürg Meier, Präsident des Gewerbevereins Obfelden, mit viel Schwung einen Stamm - innert kürzester Zeit. Anschaulich illustrierten damit die gute Verfassung des örtlichen Gewerbevereins, bei dem die eine jüngere Generation das Ruder in die Hand genommen hat.
Werner Schoch nutzte seine Begrüssung zu einem Dank - auch an jene, die keinen Betrieb führen, sich aber schon im Vorfeld für das Gelingen der Gewerbeausstellung ins Zeug gelegt haben. «Der Aufbau einer solchen Infrastruktur ist nicht einfach. Insgesamt wurden über 600 Stunden Fronarbeit geleistet», sagte der OK-Präsident und erwähnte natürlich auch die Sponsoren, ohne die ein solcher Anlass nicht möglich ist.

Herzblut und Leidenschaft
Nach einem Rundgang zeigten sich die Gäste beeindruckt, insbesondere auch die Redner am anschliessenden Nachtessen im Singsaal Chilefeld. Die Gewerbeschau ruft beim Obfelder Gemeindepräsidenten Thomas Ammann Kindheitserinnerungen hervor. Mit seinen Eltern hat er viele besucht, aber nun im Erwachsenenalter soeben die beste überhaupt gesehen. Er zeigte sich beeindruckt vom Gesehenen, er ortete bei den Gewerblern viel Herzblut, Leidenschaft und Engagement. «Unglaublich, was Sie da auf die Beine gestellt haben - und das neben dem Führen eines Betriebes», lobte Ammann. Nicht ganz uneigennützig ist er auch froh, dass das Gewerbe Lehrstellen anbietet. «Sonst hätte ich als Berufsschullehrer ja gar keinen Job», scherzte der Gemeindepräsident.
Hans Rutschmann, SVP-Nationalrat und seit Oktober 2009 Präsident des kantonalen Gewerbeverbandes, bediente sich ähnlicher Superlativen. «Hervorragend», nannte er das Gesehene. Nach einem Blick auf die Statistik ist er darob nicht einmal überrascht. In Obfelden gibt es 190 Betriebe mit über 1000 Arbeitsplätzen. «Das ist bei 4600 Einwohnern eine Meisterleistung», fügte er hinzu und sprach von einem Idealfall, wenn am selben Ort gewohnt und gearbeitet werden kann. Rutschmann betonte auch die Wichtigkeit des Lehrlingswesens, dem er im Kanton Zürich eine rosige Zukunft bescheinigt. «Kantonsweit gibt derzeit 12{FSPACE}500 Lehrbetriebe. Pro Jahr werden rund 11000 Lehrverträge abgeschlossen. Fast alle finden eine Lehrstelle oder zumindest eine Zwischenlösung. Und in den nächsten Jahren ist das Lehrstellenangebot grösser als die Zahl der Bewerbenden», hielt Rutschmann fest.
Ganz Politiker sagte er zum Schluss: «Ein lebendiges Gewerbe prägt eine Gemeinde, die sonst zur Schlafgemeinde verkommt. Und Gewerbler zahlen auch einen rechten Teil der Steuern.»

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