Schützenfest

«Ein besonderer Tag der Jugend»

Mit der höchsten Schweizerin auf Besichtigungstour: Ursula Lutz (l.) erläutert Pascale Bruderer den Schiesssport bei den Finalwettkämpfen der Jugendlichen.  Foto: zvg

«Ein besonderer Tag der Jugend»

Mit der höchsten Schweizerin auf Besichtigungstour: Ursula Lutz (l.) erläutert Pascale Bruderer den Schiesssport bei den Finalwettkämpfen der Jugendlichen. Foto: zvg

Das eidgenössische Schützenfest ist für die Organisatoren eine echte Herausforderung. Der Sportanlass dauert einen Monat, es werden 45 000 Schützen erwartet und täglich sind 500 freiwillige Helfer erforderlich. Den Auftakt machte der Tag der Jugend mit 2000 Jungschützen aus dem ganzen Land.

Marcel Suter

«Das eidgenössische Schützenfest 2010 in der Region Aarau ist eröffnet», erklärte OK-Präsident Ernst Hasler am 18. Juni morgens um 8 Uhr, kurz bevor im Schiesszentrum Rupperswil bei strömendem Regen der erste Schuss fiel. 750 Schützinnen und Schützen kamen am ersten Tag zum Eröffnungsschiessen, ihnen folgten am Nachmittag 200 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft. Der erste Festtag wurde mit einem sensationellen Gala-Konzert der Swiss Army Concert Band abgeschlossen, das die 1400 Besucherinnen und Besucher begeisterte.

Die Ausgangslage für die Festeröffnung war nicht einfach. Es goss wie aus Kübeln und das auf dem Füllernfeld in Rupperswil erstellte Schiesszentrum hatte die erste schwere Prüfung zu bestehen. «Bei einem Fest, das über einen Monat dauert, ist mit jedem Wetter zu rechnen», erklärt Logistik-Chef Roland König. Die Fusswege wurde alle auf Passarellen gehoben und praktisch jeder Punkt im Festgelände ist auf befestigtem Grund erreichbar.
So bildeten sich während der ersten beiden Schiesstage im Innenhof des Eingangsbereiches grosse Wasserlachen, die jedoch elegant auf Holzstegen umgangen werden konnten. Im Wettkampfbereich erwies sich die speziell für diesen Anlass erstellte temporäre Schiessanlage für hohe und gute Resultate als sehr geeignet. Die Anlage fand bei den Schützinnen und Schützen Lob und die geleistete Arbeit grosse Anerkennung.

Zu einem Highlight wurde der Tag der Jugend, welcher in Rupperswil erstmals in dieser Form durchgeführt wurde. 1800 Jugendliche mussten sich in einem Vorwettkampf in den Kantonen für diesen Anlass quali-
fizieren. «Neu war, dass nebst den traditionellen Jungschützen auch Jugendliche mit Sport- und Ordonnanzgewehren sowie Pistolen teilnahmen. In den Einzelwettkämpfen wurden sechs Jungschützenkönige gekürt», erklärt Ursula Lutz aus Aarau, die für den Anlass verantwortlich war. An den Kantonswettkämpfen massen sich die besten Gruppen mit Gewehr und Pistole. Nebst dem Schiesssport wurde mit einem vielseitigen Rahmenprogramm (Ausflüge in die Region, Spiele im Schiesszentrum und zwei Konzerte) beste Unterhaltung geboten. «Die Resonanzen sind durchwegs gut, insbesondere bei den 1800 Jugendlichen kam das Programm gut an. Für mich als Schützin ist die gute Stimmung bei den Jungschützen nicht neu. Sie waren aufgestellt und lustig, aber konzentriert beim Wettkampf», führt die erfahrene Schützin Lutz aus.

Eine besondere Überraschung wartete vor dem Rangverlesen auf die Jugendlichen. «Ausschliesslich für die am Schützenfest teilnehmenden Jugendlichen gab ‹Seven› ein stündiges Konzert und er begeisterte natürlich total», freut sich Ursula Lutz. «Das war eine besondere Überraschung, die wirklich unter der Decke gehalten werden konnte.»

Auch Pascale Bruderer, Natinalratspräsidentin, nahm sich die Zeit, um die jungen Schützinnen und Schützen in Ruppeswil zu besuchen. Ob ihr der Schiesssport gefallen hat? Ursula Lutz: «Ich konnte der höchsten Schweizerin diesen Sport und die Wettkämpfe präzise erklären. Bei der Beobachtung der Finalwettkämpfe war sie sehr interessiert und beeindruckt von den Resultaten der jungen Schützen und Schützinnen.»
In ihrer kurzen Rede bei der Siegerehrung gab Pascal Bruderer ihrer Anerkennung für die sportlichen Leistungen Ausdruck. «Ich bin vom ganzen Anlass und von der In-
frastruktur des Schiesszentrums ausserordentlich beeindruckt», bestätigte sie.

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