Pop
Das immergleiche Open-Air-Menü auf den Schweizer Bühnen

An den Schweizer Open-Airs kommen immer die gleichen Superstars. 20 von 23 Pop-Helden waren schon in den letzten beiden Jahren in der Schweiz. Eigentlich gibt es nur drei Höhepunkte in diesem Sommer.

Stefan Künzli
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Robbie Williams war das letzte Mal vor sieben Jahren in der Schweiz.

Robbie Williams war das letzte Mal vor sieben Jahren in der Schweiz.

Keystone

Die Erwartungen waren gross: Die Comebacks von Superstars wie David Bowie, Rolling Stones, Black Sabbath, Fleetwood Mac, Robbie Williams und Justin Timberlake liessen auf einen attraktiven Schweizer Festivalsommer hoffen.

Doch auf der Sommerliste 2013 figuriert einzig Robbie Williams.

Dazu beehren uns die wiedervereinigten Fleetwood Mac im Oktober im Hallenstadion Zürich. Alle anderen Megastars machen um die Schweiz einen Bogen.

Stattdessen «More of the same». Das Karussell der Superstars dreht sich munter weiter und serviert uns in diesem Sommer das bewährte, aber immer gleiche Menü.

Der Trend hat sich sogar noch etwas akzentuiert: Von 23 in der Schweiz auftretenden Superstars – also jenen Stars, die die grossen Stadien füllen können und als Headliner der grossen Festivals taugen – sind zwanzig in den letzten beiden Jahren hier schon aufgetreten, davon 15 sogar im letzten Jahr.

Neben Robbie Williams, der uns immerhin sieben Jahre warten liess, haben uns nur noch Depeche Mode und Prince eine vierjährige Pause gegönnt. Das sind denn auch unsere Highlights des Sommers 2013.

Abseits des Superstar-Karussells bietet der Sommer-Jahrgang 2013 aber trotzdem eine Menge Abwechslung, viele neue Stimmen, Exklusivitäten und mögliche Entdeckungen.

Am spannendsten präsentieren sich uns jene Festivals, die aus dem Festival-Einerlei ausbrechen und bisher unbekannte, spannende Acts präsentieren.

In diesem Jahr fallen in dieser Beziehung besonders das Blue Balls Festival Luzern sowie das Jazzfestival Montreux auf.