Buchs

«Buchs hält Fest» im Jahr 2010

Buchs jubiliert: Historischer Markt rund um den Gemeindesaal. (Bild: Marcel Siegrist)

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Buchs jubiliert: Historischer Markt rund um den Gemeindesaal. (Bild: Marcel Siegrist)

Im kommenden Jahr feiert die Gemeinde Buchs das 200-Jahr-Jubiläum ihrer Selbstständigkeit. Am Wochenende vom 21./ 22. August werden ein historischer Markt und ein Umzug die Besucher in ihren Bann ziehen.

Während sich der historische Markt auf das Jahr 1810 konzentriert, soll der Umzug die Geschichte der Gemeinde Buchs von 1810 bis 2010 lebendig werden lassen. 1810 zählte Buchs nur 735 Einwohner und 131 Häuser. Wie sah damals das Gewerbe, wie Handel und Wandel aus? Welche Produkte wurden feilgeboten? Woran erfreute man sich damals - falls Geld dafür vorhanden war? Diesen Fragen will der historische Markt nachgehen, der auf dem Platz und der Wiese vor dem Gemeindesaal stattfinden wird. Er findet am Samstag und am Sonntag, 21./22. August, statt. Bereits haben sich mehr als 30 Händlerinnen und Händler sowie Handwerkerinnen und Handwerker angemeldet. Sie werden - entsprechend kostümiert - dem Publikum ihre Waren anbieten und ihre Fertigkeiten vorführen.

Handwerker und Gaukler

Da werden weder der Bürstenbinder noch der «Chacheliflicker» fehlen. Auch Korbmacher, Papierschöpfer, Schnapsbrenner, Schuhmacher und Buchbinder werden da sein, die Strohflechterin, die Papierschöpferin und viele andere mehr. Zur Gaudi trägt eine Gauklergruppe bei, für Kinder werden alte Kinderspiele wiederbelebt, und auch der Gaumen soll zu seinem Recht kommen. Das Angebot zum Schauen, Kaufen und Konsumieren wird unterhaltsam und vielfältig sein. Aber noch sind Plätze frei: Wer in der Lage ist, etwas vorzuführen und/oder zu verkaufen, das ins Jahr 1810 passt, und auch bereit ist, sich als Handwerker und Händler zu kleiden, wie es vor 200 Jahren der Brauch war, meldet sich am besten möglichst bald bei Annemarie Geissmann, Freizeitwerkstatt Buchs, 062 824 58 66, oder bei einem OK-Mitglied (www.buchs-aargau.ch - Click auf Festlogo).

Aus dem ärmlichen Bauerndorf von 1810 wurde in 200 Jahren eine stattliche Gemeinde mit Gewerbe und Industrie. Dieses Wachstum aufzuzeigen und zu illustrieren, ist Sinn und Zweck des Umzugs. Wie sahen die Buchserinnen und Buchser im Zeitlauf der vergangenen 200 Jahre aus? Wie verdienten sie ihr Brot? Wie verbrachten sie die Freizeit - falls überhaupt vorhanden? Wie veränderte sich das Dorf und was hat Buchs heute, also 2010, zu bieten?

Es ist ungeheuer spannend, diesen Fragen nachzugehen und zu versuchen, Antworten darauf zu finden und sie Gestalt annehmen zu lassen. Wie kam wohl der erste Gemeinderat - damals bestehend aus nur drei Mitgliedern - im Sonntagsgewand daher? Wie gingen Landwirte mit unterschiedlichen Besitzverhältnissen um, mit welchen Geräten gingen sie ihrer Arbeit nach? Wie entwickelte sich das alles im Lauf der Zeit und wie sieht es heute aus? Natürlich werden nicht alle diese Fragen lückenlos beantwortet werden können, das würde den Rahmen eines Umzugs sprengen. Dieser soll auch keineswegs verstaubt daherkommen und keine Zeigefinger-Belehrungen erteilen.

Bevölkerung kann mitmachen

Schon sind erfreulich viele Vereine, Gewerbe- und Industriebetriebe sowie Schulklassen daran, ihren Beitrag zu einem lebendigen und fröhlichen Umzug vorzubereiten. Bereits sind an zwei Sitzungen mit den Interessierten erste «Nägel» eingeschlagen worden und die Arbeiten sind auf gutem Weg. Aber noch besteht die Möglichkeit, mitzumachen. Dabei können ganze Quartiere zusammentun aber auch Familien und Einzelpersonen können mitmachen. Anregungen, wo und wie sie sich einbringen können, sind überreich vorhanden. Die Beauftragten für den Umzug, Josef Albisser und Aaron Geissmann, freuen sich, wenn sie noch viele Anfragen und Anmeldungen entgegennehmen dürfen, denn ein Dorf besteht ja nicht nur aus Vereinen, Schulen und Betrieben, sondern aus der ganzen Buchser Bevölkerung. (pd/az)

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