Badesaison
August als Badesaisonretter

Erst bitterkalt, dann tropisch heiss: Wechselhaft war nicht nur das Wetter während der diesjährigen Badesaison, sondern auch die Stimmung der Limmattaler Badmeister.

Drucken
Teilen
Badehungrig

Badehungrig

Limmattaler Zeitung

Kathrin Schaffner

«Bis Anfang August hatte ich Angst, dass die Saison schlecht ausfallen würde», sagt der Badmeister des Freibads Weihermatt in Urdorf, Lotfi Ben Hamissa. Die heissen Augusttage hätten die Kehrtwende gebracht. Zwar seien während der Schulferien weniger Eintritte verzeichnet worden, doch insgesamt sei er zufrieden. «Die Saison war besser als die letztjährige», freut sich Ben Hamissa. Die Gemeinde entscheide noch über eine allfällige Verlängerung der Saison, deren Ende ursprünglich auf den 6. September angesetzt sei.

Bester August seit Jahren

Doris Hängärtner, Badmeisterin im Oberengstringer Freibad «Zwischen den Hölzern», ist überrascht von den rund 4000 zusätzlichen Eintritten gegenüber der letzten Badesaison. «Das liegt vor allem am heissen August», glaubt sie. «Endlich war es sogar den aus den Strandferien Heimkehrenden in der Badi noch warm genug», schmunzelt Hängärtner, die angibt, dass die Saison am 6. September zu Ende sei.

Auch in Dietikon spürte man die positiven Auswirkungen der Augusttage. «Es war der beste August seit Jahren», sagt Markus Bättig, Badmeister im Schwimmbad Fondli. Die Eintrittszahlen lägen höher als im Jahr zuvor. «Verschieben können wir das Saisonende im Fondli nicht», erklärt Bättig. Hallenbad und Freibad würden ab dem 13. September für zwei Wochen geschlossen. «Dann wird geputzt, und zwar von uns Badmeistern», so Bättig, der überzeugt ist, dass die Reinigung so «besonders gründlich» erledigt werde.

Einen leichten Rückgang der Eintritte gegenüber letzter Saison gibt Enrico Christen, der Badmeister der Schlieremer Badi «Im Moos», zu Protokoll. Die anfänglich kalte Witterung wirkte sich vor allem negativ aus, weil das Wasser in diesem Jahr im Zuge der Vorbereitung auf die bevorstehende Renovation im Jahr 2011 nicht wie bisher mit Strom beheizt worden sei. «Durch die Beschränkung auf Sonnenheizung lag die Wassertemperatur tiefer», sagt Christen. Die Saison beenden werde man Ende nächste Woche. «Ich freue mich über jeden Feierabendschwimmer, der uns noch besuchen kommt.»

Keine Sommerferien-Flaute

Eine durchwegs positive Bilanz zieht Daniel Kuster, der Badmeister des Freibads Geren in Birmensdorf. Er spricht von einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. «Wir konnten insgesamt 30 Prozent mehr Eintritte verzeichnen als im letzten Jahr.» Die Differenz betrage rund 10 000 Eintritte. Kuster kann keine Sommerferien-Flaute bestätigen.

«Im Gegensatz zu früheren Jahren kamen diesen Sommer mehr Gäste während der Schulferienzeit ins Bad.» Als mögliche Ursache sieht Kuster die Wirtschaftskrise und damit einhergehend die gestiegene Anzahl der Leute, die nicht verreisten. In einem Punkt vertritt er dieselbe Meinung wie die anderen: «Der August war der Badesaisonretter.» Das Freibad Geren werde noch bis am 19. September Badefreudige empfangen.

Aktuelle Nachrichten