Alphorn

Alphorn-Lady war in Unterkulm

Die Alphorn-Lady in Unterkulm

Die Alphorn-Lady in Unterkulm

Erster Grossanlass der Kulturkommission Kukuk: Am Samstag haben Eliana Burki & iAlpinisti die Mehrzweckhalle gefüllt. Die Zuschauer staunten über die ungewohnten und rassigen Alphornklänge.

Sibylle Haltiner

Zwischen ihren Auftritten in Dubai und Los Angeles hat die Alphornvirtuosin Eliana Burki in Unterkulm ein Konzert gegeben. Die erste Grossveranstaltung der Kulturregion Oberkulm, Unterkulm und Teufenthal stiess auf grosses Interesse und war ausverkauft. Sogar Susanne Hochuli war gekommen. «Ich habe Eliana Burki schon gehört. Es ist einfach genial, was sie mit ihrem Instrument macht», erklärte die Regierungsrätin.

Von der Genialität der Musikerin waren auch die übrigen Konzertbesucher schnell überzeugt. Eliana Burki präsentierte das Alphorn von einer unbekannten Seite: als Instrument mit bemerkenswerter Klangvielfalt, das Töne in einem bisher nie gehörten Tempo hervorbringen kann.

Inspiriert von fremden Ländern

Die Musikerin begrüsste die Zuschauer zu einem speziellen Abend, spielte sie doch nicht nur die bereits veröffentlichten Lieder, sondern auch Kompositionen aus ihrer neuen CD, die im September erscheinen wird. Die Eindrücke von ihren Reisen in verschiedene Länder haben Eliana Burki und die Musiker ihrer Band im Studio zu neuen Songs verarbeitet, in deren Genuss das Unterkulmer Publikum als Vorpremiere kam. Karibische Träume, indische und afrikanische Klänge oder Tango aus Südamerika spielten Eliana Burki & iAlpinisti. Dass bei den vielen Auslandaufenthalten manchmal Heimweh aufkommt, kam im Stück «Homesick» zum Ausdruck.

Eliana Burki erzählte auch Begebenheiten aus ihrem Leben, die sie zu neuen Arrangements inspiriert haben. So die Geschichte ihrer Grossmutter, die Omeletten buk, Selbstgespräche führte und dazwischen alte Melodien sang.

Manchmal legte Eliana Burki auch das Alphorn zur Seite und griff für Gesangseinlagen zum Mikrofon. Immer wieder aber begeisterte sie das Publikum mit ihrem Alphorn. Groovigen Pop-Rock spielte sie auf dem sonst als behäbig bekannten Alpeninstrument. Adriano Regazzin, Lukas Gasser, Thomas Reinecken und Sam Siegenthaler begleiteten Eliana Burki als iAlpinisti mit Piano und Akkordeon, Schlagzeug, Bass und Gitarre.

Den Jungen gefällts

Im Publikum sassen auch junge Leute, die auf die neuen Alphornklänge gespannt waren. Unter ihnen Samantha Heimgartner (20) und Florian Döbeli (24). Ihnen gefiel das Konzert ausserordentlich gut. «Ich bin überrascht, es ist überhaupt nicht so konservativ, wie das Alphorn sonst tönt, und auch nicht volkstümlich», meinte Florian Döbeli. Samantha Heimgartner ergänzte: «Das ist einmal etwas anderes, nicht immer nur die gleichen Klänge, sondern neue Melodien.» Für einige ältere Zuhörer war die Musik jedoch auch zu laut. «Draussen tönt das Alphorn schöner», war denn auch zu hören.

Einig waren sich jedoch wohl alle: Solche Schnelligkeit und Vielfalt der Töne hatten sie noch nie gehört. «Die Atemtechnik und das Spiel mit der Zunge sind sehr wichtig, erklärte Eliana Burki ihr ungewöhnliches Können. «Ausserdem braucht es Bauchmuskeln. Ich übe jeden Tag, denn Alphornspielen ist wie Spitzensport.»

Auf die Wirkung ihres Alphornspiels im Ausland angesprochen, meinte Eliana Burki: «Ich spiele immer zuerst ein traditionelles Lied, um die Verbindung mit der Schweiz herzustellen. Danach vermittle ich, dass meine Musik auch schweizerisch ist, aber modern und innovativ.»

Beziehung zum Aargau

Es sei zuerst nicht ganz einfach gewesen, Eliana Burki nach Unterkulm zu holen, erzählte Maya Döbeli, Präsidentin der Kulturkommission Kukuk. «Aber die Zusammenarbeit mit dem Management, das seinen Sitz in Schöftland hat, war sehr gut, und schliesslich hat alles problemlos geklappt.»

Eliana Burki bestätigte, dass sie durch ihre Agentur Suonix in Schöftland auch eine Beziehung zum Aargau habe. Der Auftritt in Unterkulm sei für sie sehr positiv gewesen. «Im kleinen Kreis kann man die Leute musikalisch viel besser erreichen. Heute war aber auch eine Feuertaufe und ich freue mich, dass die neuen Lieder so gut angekommen sind. Es herrschte ein cooler Groove.»

Meistgesehen

Artboard 1